Cat Sound Exo Spine Kopfhörer im Test

Cat Sound Exo Spine (13)

Wir durften in den letzten Wochen mit dem Cat Sound Exo Spine einen Prototypen eines In-Ear-Kopfhörers aus dem Hause Cat Sound in Berlin testen. Das Headset wurde uns für den Test kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

Allgemeine Infos zum Cat Sound Exo Spine:

Da es sich um einen Prototypen handelt und das Produkt aktuell noch gar nicht in Deutschland zu kaufen ist, können wir Euch leider nicht – wie gewohnt – erst einmal eine Übersicht über die technischen Details des Cat Sound Exo Spine geben, da unserem Testpaket auch keine weiteren Infos zu dem Produkt beilagen. Es handelt sich jedenfalls um einen Bluetooth-Kopfhörer / Headset der neuesten Generation.

Uns wurde jedoch mitgeteilt, dass sich die UVP bei Markteinführung zwischen EUR 30,00 und EUR 35,00 bewegen wird.

Weitere Infos zu dem Cat Sound Exo Spine und den weiteren Produkten aus dieser Serie findet Ihr pünktlich zur Markteinführung dann auch auf der Website sowie auch der Facebook-Seite des Herstellers.

 

Der erste Eindruck vom Cat Sound Exo Spine:

Cat Sound Exo Spine (16)Die Karton-Vox ist in unseren Augen für solch ein kleines Headset etwas überdimensioniert. Wir erhielten die Farbversion in schwarz. Neben dieser klassischen schwarzen Variante wird der Cat Sound Exo Spine auch in den folgenden Farben erhältlich sein:

  • Electric Blau
  • Atomic Grün
  • Artic Weiß
  • Alien Gelb
  • Power Pink

Das Headset selber wirkt recht klein, wobei die etwas längere Bauform der Hörer selber auffällt. Das Kabel ist von ovaler Grundform und daher überwiegend nur seitlich biegsam. Daraus resultierend erhofft man sich lange Lebensdauer ohne Kabelbrüche.

In das Kabel ist die „Steuerungseinheit“ eingebaut. Einer der Hörer besitzt hinter einer Abdeckung eine Ladebuchse für micro-USB-Ladegeräte.

Weder eine Anleitung, noch ein Ladegerät wurden bei unserem Prototypen mitgeliefert, sehr wohl jedoch ein Ladekabel mit dem man den Cat Sound Exo Spine bspw. über einen Laptop aufladen kann.

 

Die Inbetriebnahme des Cat Sound Exo Spine:

Mangels Anleitung war die erste Inbetriebnahme eine sehr holprige Angelegenheit. Die erste Ladekabel/Ladegerät-Kombination zeigte auch nach mehreren Stunden keinerlei Ladeanzeige, also scheint diese Kombi irgendwie nicht kompatibel gewesen zu sein. Der zweite Versuch mit dem Ladekabel und -gerät vom Wiko Slide ging sofort eine kleine Status-LED oberhalb der Ladebuchse an und zeigte mit seinem roten Licht den hoffentlich jetzt laufenden Ladevorgang an.

Cat Sound Exo Spine (14)Nach nur knapp einer Stunde erlosch die Ladeanzeige und scheinbar war damit das Headset vollständig aufgeladen. Jetzt zeigte sich das Problem, wie schalte ich den Cat Sound Exo Spine an und versetze ihn in den Bluetooth-Pairing-Modus? Auf Grund der fehlenden Anleitung ist das alles Fischen im Trüben und eher Try-and-Error als eine echte Einrichtung. Hoffentlich bleibt dieser Umstand dem Endkunden in der Handelsversion erspart, wo von wir auch sehr stark ausgehen.

Cat Sound Exo Spine (15)Ein langer Druck auf den „Play-Knopf“ erweckte den Cat Sound Exo Spine wenigstens zum Leben. Die Status-LED blinkte langsam in blauer Farbe auf. Von Werk aus scheint bei der Ersteinrichtung kein Pairing-Modus aktiviert zu sein, da das Handy kein neues Headset finden kann, also muss der Exo Spine eben in diesen versetzt werden. Nur wie?

Langes Probieren von verschieden Tasten, Tastenkombinationen und Druckdauern führte endlich zum Erfolg.

Drücken Sie die Play-Taste für 5 Sekunden und die Status-LED wechselt in einen schnellen Blau-Roten-Blinkmodus. Nun schnell das Handy mit dem Cat Sound Exo Spine per Bluetooth verbinden! Man weiß ja nicht, wie lange der Pairing-Modus aktiviert bleibt – so ohne Anleitung.

Nachdem sich das Smartphone endlich mit dem Headset verbunden hatte, konnte das große Ausprobieren starten.

 

Die Nutzung des Cat Sound Exo Spine:

Vorsorglich reduzierten wir schon einmal die Lautstärke am Telefon, denn unliebsam laute Brüll-Attacken muss ich nicht erleben. Dann doch lieber ein leises Flüstern, das man noch steigern kann. ;-). Nun steckten wir das Headset in die Ohren und ließen Musik laufen. Die Lautstärke ist an sich recht ordentlich, jedoch nicht übertrieben laut.

Cat Sound Exo Spine (21)Auffällig ist aber sofort eine ordentliche Tendenz zum Bass. Es grummelt und wummert schon durchgängig, die Höhen sind auch gut präsent und knackig.

Jedoch gefällt uns der Mittenbereich – und dieser ist vor allem für die Sprache und Gesang wichtig – nicht so hundertprozentig. Dieser Bereich wirkt ein wenig dumpfer als die Tiefen und Höhen. Kurz gesagt, es herrscht eher der druckvolle Klang einer Mini-Disko im Gehörgang.

Es ist natürlich Geschmackssache, vielen Menschen gefällt ganz sicher dieses Klangverhalten, wir bevorzugen jedoch so neutrale Musikdarstellung wie irgend möglich. Musik soll halt so klingen, wie es der Interpret wollte und aufgezeichnet hat.

Die Steuerung ist ohne Anleitung auch ein wenig trickreich. Ein einfacher Druck auf den Skip-Knopf ( << oder >> ) hat eine andere Steuerungsfunktion als ein schneller „Doppelklick“ darauf oder ein langer Druck. Langsam lernt man die Funktionen kennen und zum Teil auch lieben.

Cat Sound Exo Spine (22)Die Funktionalität als Freisprecher kann man dem Cat Sound Exo Spine problemlos bestätigen. Deutliche Sprachübertragung und ordentliche Mikrofonleistungen trüben das Bild in keiner Weise.

Die Rufannahme über die Headset-Tasten geht flott und ohne Fehler – man muss nur eben wissen wo man drücken muss.

Drei erhebliche Mängel sollten jedoch nicht ungenannt bleiben:

Zum einen bildet sich durch die recht lange Bauweise und die dicken Kabel quasi eine ordentliche Hebelwirkung auf das Ohr. Dies führte bei längerem Tragen zu einem leichten, aber schon unangenehmen Druck.

Des Weiteren war während der Nutzung, sowohl als Freisprecher als auch als einfacher Kopfhörer immer wieder ein recht lautes Knacken zu vernehmen.

Cat Sound Exo Spine (12)Dieses resultiert wohl daraus, dass nicht immer die Bluetooth-Verbindung ausreichende Signalstärke hat und es so zu diesen Störgeräuschen kommt. Dies mag vielleicht im ersten Moment nicht sonderlich nervig klingen, jedoch ist es bei der kurzen Distanz von Headset und dem Handy in der Hosentasche schon verwunderlich.

Der Test mit der Reichweite endete sehr abrupt bei einer Distanz von knapp 2 Metern – das ist nicht viel.

Wobei man jedoch immer noch den Vorserienstatus unseres Test-Headsets betonen muss.

Und drittens fehlt vollständig die Beschriftung für den linken und rechten Ohrhörer (oder es ist so klein gedruckt, dass wir es bis jetzt noch nicht entdecken konnten). Somit ist zwar Stereo-Klang vorhanden, aber weiß man jetzt ob wirklich der „Stöpsel“ für das linke Ohr im linken Ohr steckt? Irgendwie schade…

 

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FAZIT Cat Sound Exo Spine:

Für den veranschlagten Preis von EUR 30,00 – EUR 35,00 kann man mit dem Cat Sound Exo Spine an sich nicht viel falsch machen. Optisch ist er schon ein Hingucker. Ein extrem kompaktes Design ohne große „Bluetooth-Empfänger-Einheit“ und voluminöse Akkus fördern den mobilen und gerade im sportlichen Einsatz nötigen Bewegungsfreiraum ohne störende Kabel.

Cat Sound Exo Spine (18)Die Akkulaufzeit (je nach Lautstärke und Bluetooth-Signalqualität) beträgt nach unseren Erfahrungen zwischen 3 und 4,5 Stunden. Das klingt erst mal erschreckend wenig, aber die Baumaße legen einfach auch nahe, dass wir hier keinen Akkuweltmeister in Benutzung haben. Jedoch reicht es locker für eine ausgedehnte Joggingrunde oder das Fitness-Studio aus.

Klangtechnisch sind sie für Bluetooth-Headsets in Ordnung (Bluetooth-Übertragung beeinflusst immer das Musiksignal durch Komprimierung, das ist systembedingt ein Fakt, der sich so schnell nicht ändern wird). Keine wirklich eklatanten Ausreißer nach oben oder unten, jedoch sei die Basslastigkeit erwähnt – das muss man eben mögen!

Den Vorserien-Status des von uns getesteten Cat Sound Exo Spine wollen wir an dieser Stelle nochmals betonen.

Aber trotzdem: die bei uns noch fehlende Anleitung sollte bei der Serien-Fertigung GANZ DRINGEND beigelegt werden. Es ist dem Endkunden wirklich nicht zuzumuten, sich quasi im Blindflug durch alle möglichen Funktionen zu probieren.

Der Cat Sound Exo Spine erhält von uns insbesondere auf Grund des sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnisses drei von fünf Fellnasen mit starker Tendenz nach oben:

 

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2 Antworten

  1. TanjasBunteWelt sagt:

    Hei Danny,

    ich komme mit solchen in-ear Kopfhöhrern einfach nicht klar, ständig fallen sie raus und drücken unangenehm. Da lob ich mir die tollen großen Muscheln *gg*
    lg Tanja

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