MiPow Playbulb & Candle im Test

Mipow Playbulb (145)

Seit einigen Wochen schon dürfen wir eine MiPow Playbulb Candle und zwei weitere MiPow Playbulbs testen. Hierbei handelt es sich um Leuchtmittel, die über eine App gesteuert werden können, z.B. Farbwandel oder auch das Abspielen von Musik.

Mipow Playbulb (101)Für den Test wurden uns die folgenden Produkte kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt:

  • 1 x MiPow Playbulb Candle
  • 1 x MiPow Playbulb Rainbow
  • 1 x MiPow Playbulb Color

Der Testzeitraum lief nun über einige Wochen, so dass wir die MiPow Playbulb Produkte wirklich ausgiebig testen und auf Herz & Nieren prüfen konnten.

Der Test zog sich zudem auch stark in die Länge, da die App für Android-Geräte für uns zu Beginn überhaupt nicht nutzbar war.

Nun stellen wir Euch aber die einzelnen MiPow Playbulb Produkte ausführlich vor.

 

Diese Slideshow erfordert aktiviertes JavaScript.

 

Die MiPow Playbulb Candle:

Die MiPow Playbulb ist sehr hochwertig verarbeitet, was man auch an dem recht ordentlichen Gewicht feststellen kann. Sie verfügt über ein sehr schlichtes und dabei elegantes Design. Das Batteriefach ist doppelt über Cover und Deckel verborgen und gesichert.

Mipow Playbulb (113)Wozu dann noch zusätzlich eine Schraube für das Batteriefach benötigt wird, ist nicht ganz nachzuvollziehen. Um die LED lässt sich noch ein „Duftplättchen“ einlegen, was die Simulation einer Duftkerze vervollständigen soll. Jedoch riechen diese vier verschiedenfarbigen Plättchen alle gleich und auch gleich schwach bzw. für unsere Nasen nicht wirklich angenehm. Ein Geruch ist wirklich nur dann zu vernehmen, wenn man die Nase komplett IN die Playbulb hineinhält.

Die Kerze besitzt einen „Hauptschalter“ neben der LED, über den die Leuchte vollständig abgeschaltet wird. Zudem besitzt sie, knapp einen Zentimeter vom Schalter einen Sensor, der sich hinter einem kleinen Loch verbirgt und auf Pusten reagiert. Darüber lässt sich die Playbulb Candle auch an- und ausschalten bzw. -pusten.Mipow Playbulb (115)

Jedoch ist das ein reiner „Standby-Modus“, bei dem auch trotz deaktivierter Licht Batteriestrom verbraucht wird, so dass nach maximal vier Tagen ohne Benutzung die Batterien trotzdem leer sind. Die Kerze ist imstande über die Steuerung der passenden App eine große Anzahl an RGB-Farbtönen darzustellen.

Weitere Infos zur MiPow Playbulb Candle findet Ihr HIER. Sie kostet einzelnen EUR 22,99.

 

Die MiPow Playbulb Rainbow:

Die MiPow Playbulb Rainbow ist eine wirklich respektabel verarbeitete RGB-E27-LED-Leuchte. Sie hat ebenfalls ein ordentliches Gewicht für ihre schlanke Größe. Es sollte aber bedacht werden, dass die Playbulb Rainbow recht lang ist, und teilweise bei einigen Lampen aus der Lampe herausragt.

Mipow Playbulb (109)Vergleichbar mit der Candle, und auch Color, lassen sich über die App eine große Anzahl an Farbtönen einstellen. Insgesamt ist die Helligkeit aber eher niedrig anzusiedeln. Eine wirklich angenehme oder auch neutrale Weiß-Darstellung ist jedoch nicht möglich.

Das Licht tendiert immer einen Touch ins Unnatürliche und auch Grünliche. Als Farb-Akzent-Leuchte ist sie aber wirklich hervorragend.

Für eine großflächige Beleuchtung eines ganzen – wenn auch kleinen – Raumes ist sie dann jedoch nicht wirklich geeignet.

Eine wirklich unschöne Angewohnheit hat ausschließlich diese Ausführung: wird das Licht über die App gedimmt, so startet die Leuchte ein wirkliches Pfeif- und Summ-Konzert. Anscheinend wurden in ihr einige Bauteile nicht ganz schwingungsfrei verbaut. Das erzeugte Geräusch hat in etwa den Nervfaktor von einer Mücke nachts im ruhigen Schlafzimmer.

Weitere Infos zu MiPow Playbulb Rainbow findet Ihr HIER. Sie ist ab einem Preis von EUR 39,99 erhältlich.

 

Die MiPow Playbulb Color:

Die MiPow Playbulb Color ist im Grunde die ultimativ gepimpte Version der MiPow Playbulb Rainbow. Bis auf die enorme Größe und das Gewicht hat sie noch ein zusätzliches Unterscheidungsmerkmal: In ihr ist ein Bluetooth-Lautsprecher verbaut – jupp, Eure Deckenleuchte spielt damit auch Musik ab.

Mipow Playbulb (104)Verbunden wird sie wie jeder andere Bluetooth-Lautsprecher auch über das Bluetooth-Menü des Abspielgerätes. Das erfolgreiche Pairing wird mit einem viel zu lauten Quitierton bestätigt. Um es gleich vorweg zu sagen, erwartet keinen HiFi-Klang – wirklich nicht.

Die Musik wird abgespielt, ja, sie ist auch im Zweifel ausreichend laut, ja – aber der Klang geht wirklich komplett in Richtung Blechdose. Es scheppert, knarrt und quäkt ordentlich und bei hohen Lautstärken verzerrt auch noch der Ton ins Groteske.

Außerdem sollte man bedenken, in was für eine Lampe die MiPow Playbulb Color eingesetzt wird. Befindet sie sich in einem geschlossenen Gehäuse, dann bleibt vom Klang nicht mehr viel übrig. Ist sie jedoch aus leichtem Metall oder dünnerem Glas, dann summt und vibriert die ganze Lampe munter im Takt der Musik mit.

Unsere Küchenhängelampe zum Bespiel unterlegte jeden Ton der Musikwiedergabe, schon in Zimmerlautstärke, mit einem extrem nervigen Summgeräusch. Sie schwingt einfach aus Resonanzgründen mit.

Das vermiest zusätzlich zum dünnen Klang des eigentliche Lautsprechers die an sich coole Idee. Die Lichthelligkeit ist vergleichbar mit der MiPow Playbulb Rainbow nicht sehr hell, aber als Akzentleuchte durchaus brauchbar.

Weitere Infos zu dem Produkt findet Ihr HIER. Sie ist ab einem Preis von EUR 59,99 erhältlich.

In folgendem Video stellen wir Euch die MiPow Playbulb Color einmal kurz vor:

Die App der MiPow Playbulb Produkte:

Mit der Bewertung der App der MiPow Playbulb Produkte taten wir uns wirklich sehr schwer. Anfangs gab es trotz sieben (7!) Bluetooth-fähiger Smartphones und Tablets im Haus sage und schreibe nur eines (Apple iPhone 6), das mit der App überhaupt funktionieren wollte. Entweder wurde die App im Store als „Inkompatibel“ ausgegeben, oder sie stürzte wirklich immer beim Start ab.

Mipow Playbulb (125)Nach einigen Updates kann man jetzt jedoch sagen, dass sie eigentlich auf einer Vielzahl halbwegs aktueller Android und Apple-Geräte läuft. Dieses bedeutet jedoch keine wirkliche Entwarnung.

Startet man die App und hat Bluetooth nicht aktiviert, so übernimmt die App diesen Schritt mit einer Nachfrage. Das ist angenehm!

Die Suche nach den vorhandenen Playbulbs ist dann schon das nächste Problem. Mal erscheinen sie sofort auf dem Display, mal nur eine oder zwei, und nicht all zu selten auch gar keine. Einen wirklichen Grund konnten wir nicht herausfinden, das scheint purer Zufall zu sein, ob und wie viele MiPow Playbulb-Leuchten erkannt werden.

Das Verbinden mit den Lampen sorgte dann auch bei zwei Smartphone immer mal wieder, ganz nach Zufall, für einen App-Absturz. Ist die Verbindung hergestellt, so lässt sich die Leuchte recht ordentlich Bedienen, wobei die Funktion der „Szenen“ für uns bisher gar keinen Mehrwert hat.

Dort sind Bilder hinterlegt, und wenn man mit dem Finger über die Bilder streicht, ändert die MiPow Playbulb die Farbe in den jeweiligen Farbton des Punktes auf dem Bild den man berührt.

Den integrierten Musikplayer haben wir bis zum heutigen Tage nicht dazu bekommen auch nur einen Ton abzuspielen. Er weigert sich vehement überhaupt eine Reaktion zu zeigen, egal ob mit oder ohne aktiver BT-Verbindung zur MiPow Playbulb Color. Daher können wir diesen Punkt nicht bewerten.

Mipow Playbulb (130)Schön gedacht ist die Funktion der Lampengruppierung. Bis zu sechs Playbulbs können in eine Gruppe zusammengefasst werden und mit einem mal zusammen gesteuert werden. Leider unterstützen nicht alle Playbulbs alle Funktionen, so kann nur die Candle das „Kerzenflackerlicht“ erzeugen, während die anderen Produkte dieses nicht unterstützen. Leichte Farbunterschiede zwischen den Lampen sind wohl produktionstechnisch nicht ganz zu vermeiden, aber bei einigen Farbtönen sind sie schon extrem. Das größte Übel der „Gruppierungsfunktion“ ist jedoch, dass die Zusammenschaltung wirklich ein Zufallsspiel ist. Mal reagieren alle Lampen, mal nur eine und die anderen werden nicht angesteuert, mal gar keine.

Da muss noch ordentlich Arbeit hineingesteckt werden, um den Betrieb über diese Funktion stabiler und funktionssicher zu machen. Bisher ist das Konzept eher frustrierend als erleuchtend.

Wirklich richtig schade ist, dass nach dem Abschalten aller Leuchten – egal ob Candle, Rainbow oder Color – die zuletzt benutzen Einstellungen nicht immer gespeichert bleiben. Mal klappt es, mal nicht und dann muss man wieder das Handy zücken, um dem wild flackernden Lichterzoo Einhalt zu gebieten.

Schon nicht so fein, verständlich wäre es, wenn das nach mehreren Tagen ohne Strom passiert, aber das ist teilweise bereits nach 1 Minuten „Auszeit“ der Fall. Nicht immer hat man die Lust oder Muße, die Beleuchtung von Grund auf mit einer wackeligen App neu einzurichten.

 

Diese Slideshow erfordert aktiviertes JavaScript.

 

FAZIT MiPow Playbulb Produkte:

Die Grundidee und auch die hochwertig anmutende Verarbeitung der MiPow Playbulb Produkte sind großartig, jedoch sind die vielen kleinen und großen Makel – vor allem bei der Steuerung mit der App – nicht zu ignorieren. Dies wirkt sich natürlich extrem negativ auf die Stimmung bei der Benutzung und der Bewertung der Produkte aus.

Mipow Playbulb (141)Die App vermiest jeglichen Ansatz an Komfort und auch die einzelnen Funktionen sind nicht immer logisch und sinnvoll.

Fehlende Speicherung der letzten Einstellungen, teilweise erhebliche Farbunterschiede – trotz Gruppierung, Abstürze, wacklige Verbindung und bei der MiPow Playbulb Color zusätzlich noch der dünne, blecherne Klang unterstreichen den zwiespältigen Eindruck, den wir in dem Testzeitraum von den Produkten gewannen.

Für die Idee ein absolutes Daumen hoch, jedoch für die aktuelle Umsetzung kann man nicht mehr als zwei Fellnasen vergeben.

Eventuell nimmt der Hersteller ja diese Kritikpunkte an, um das Produkt nochmals zu überarbeiten, aber ganz dringend sollte sich Mipow um die App kümmern. Im Google Playstore gehört sie mittlerweile zu den am schlechtesten bewerteten Apps. Die einhellige Meinung auch dort ist: wackelige Verbindung, schlecht programmiert und eigentlich vom Gefühl her noch tief im Beta-, wenn nicht sogar im Alpha-Stadium der Entwicklung.

Hier reift die App also am Kunden, nicht sehr schön der Umstand. Wir sind doch recht traurig, diese Bewertung abgeben zu müssen, doch gerade auch in Anbetracht der Preise für die Produkte und durch das an sich tolle Konzept hatten wir uns eindeutig mehr versprochen:

Rate_2 (Mobile)

Das könnte dich auch interessieren...

3 Antworten

  1. Katharina sagt:

    kann es kaum erwarten die zu testen

  2. Anita Baumann sagt:

    würde gerne mit machen

Hinterlasse uns einen Kommentar!