Oregon Scientific Wetterstation im Test

Oregon Scientific Wetterstation (8)

Vor einiger Zeit wurden wir gefragt, ob wir Interesse am Test einer Oregon Scientific Wetterstation hätten. Da unsere alte Station eh nicht mehr „das Gelbe vom Ei“ war, freuten wir uns sehr über die Anfrage von Oregon Scientific und sagten den Test sehr gerne zu.

Allgemeine Infos zu Oregon Scientific:

Oregon Scientific wurde 1989 in Portland in dem Bundesstaat gegründet, der ein Teil des Unternehmensnamens ist: Oregon. Das Kerngeschäft des Unternehmens liegt in der Entwicklung und dem Vertrieb von intelligenten Funkuhren und Heim-Wetterstationen. Eine solche durften wir die letzten Wochen testen.

Oregon Scientific LogoNeben den Kernprodukten ist Oregon Scientific auch in den folgenden Bereichen aktiv:

  • Sport & Fitness
  • Telekommunikation
  • digitale Medien
  • elektronische Lernspielwaren (in diesem Bereich arbeitet das Unternehmen mit bekannten Markenartiklern wie Mattel, Barbie oder Hot Wheels zusammen)

Die Produkte von Oregon Scientific kombinieren technischen Know-How der USA mit europäischem Design. Denn die technische Entwicklung erfolgt in den USA, für das Design der Produkte zeichnen sich hingegen renommierte europäische Designer verantwortlich.

Weitere Infos zum Unternehmen Oregon Scientific findet Ihr HIER.

 

Die Oregon Scientific Wetterstation:

Das Besondere an der Oregon Scientific Wetterstation ist, dass ihre Daten via Bluetooth in eine App aufs Smartphone oder Tablet übertragen werden können. Dadurch kann man verschiedene Werte „historisch“ (die letzten sieben Tage) erfassen und auswerten. Eine tolles Feature, das ein Alleinstellungsmerkmal der Oregon Scientific Wetterstation ist. Sie unterstützt bis zu fünf Sensoren, durch die an verschiedenen Orten innerhalb oder außerhalb des Hauses die Wetterdaten gemessen werden können.

Wir erhielten für den Test die Oregon Scientific Wetterstation RAR213HG, also das mittlere Modell der Produktserie „Weather@Home“.

Die Oregon Scientific Wetterstation RAR213HG im Überblick:

  • Oregon Scientific Wetterstation (2)Wetterinformationsanzeige auf dem Hauptgerät oder auf Smartphone/Tablet via App
  • Reichweite bis zu 30 m
  • Messung Innentemperatur und Luftfeuchtigkeit
  • Messung Aussentemperatur und Luftfeuchtigkeit (mit bis zu fünf Sensoren)
  • Tägliche Aufzeichnung von Höchst- und Tiefstwerten
  • Frostalarm
  • LED-Hintergrundbeleuchtung
  • Messdaten der letzten 7 Tage historisch in der App aufrufbar
  • mit zusätzlichen Sensoren auch noch Vorhersagen +12 Stunden möglich
  • Zeit- und Datumsanzeige auf dem Hauptgerät (synchronisierbar über die App)
  • Bluetooth-Konnektivität
  • UVP: EUR 44,99

 

Lieferumfang der Oregon Scientific Wetterstation:

  • 1 x Hauptgerät
  • 1 x Aussensensor
  • 1 x Anleitung

Weitere Infos zur Oregon Scientific Wetterstation findet Ihr HIER.

 

Nutzung der Oregon Scientific Wetterstation:

Die Oregon Scientific Wetterstation ist sehr robust verarbeitet. Sie hat auch ein funktionales, dabei aber gefälliges Design. Der Aussensensor ist weiß und verfügt über eine Möglichkeit, ihn aufzuhängen.

Oregon Scientific Wetterstation (3)Diese Möglichkeit fehlt uns leider an dem Hauptgerät. Dieses ist grau und schwarz und verfügt über einen breiter werdenden Fuß, so dass es sehr sicher steht und nicht wackelt.

Mit ein paar Klicks hat man sowohl Datum als auch Uhrzeit eingestellt, nachdem man auf der Rückseite die zwei Batterien eingelegt hat. Der Aussensensor benötigt im Übrigen auch eine Batterie.

Bereits nach ein paar Sekunden liefert der Empfänger, also das Hauptgerät, die ersten Messdaten. Auf dem Display werden in großen Zahlen die Außentemperatur und -luftfeuchtigkeit angezeigt. Darunter findet man dann die Innentemperatur sowie die Luftfeuchtigkeit innen.

In der untersten Zeile des Displays wird die Zeit (inkl. Sekunden) angezeigt.

Unter dem Display finden sich dann die verschiedenen Funktionstasten, mit denen man die Oregon Scientific Wetterstation steuern kann bzw. zwischen verschiedenen Messwerten hin- und her-switchen kann.

Oregon Scientific Wetterstation (5)Mit der „Mode“-Taste kann man zwischen Uhrzeit und Datum wechseln. Mit der „Light“-Taste schaltet man die grüne Hintergrundbeleuchtung ein, die sich nach fünf Sekunden wieder automatisch abschaltet.

Mit der „MEM“-Taste, kann man sich die Tageshöchstwerte, die Tagestiefstwerte sowie wieder die aktuellen Messwerte anzeigen lassen. Mit den „Pfeiltasten“ wiederum könnte man zwischen den fünf verschiedenen Sensoren hin- und herschalten, wenn man zusätzliche mit dem Gerät verbunden hat.

So weit, so gut. Dieser „typische“ Bereich einer Wetterstation funktioniert einwandfrei. Nun wollten wir aber auch die Bluetooth-Konnektivität und die App der Oregon Scientific Wetterstation testen, denn sie ist ja das „Special-Feature“ bei diesem Gerät.

 

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Die Bluetooth-Funktion der Oregon Scientific Wetterstation:

Natürlich waren wir sehr gespannt auf diese tolle Funktion :-). Also gingen wir sofort mit einem Smartphone in den Google-Play-Store, um die App zu installieren.

Oregon Wetterstation AppstoreWir fanden die App von Oregon Scientific auch sofort. Toll dachten wir uns. Doch beim genaueren Hinsehen, entdeckten wir leider den Hinweis: „Ihr Gerät ist nicht mit dieser Version kompatibel!“.

Sehr schade, aber dann ist das Smartphone (ein OPPO) vielleicht „zu alt“ oder was auch immer. Also nächster Versuch mit einem Tablet, dem Nexus 7 von Asus. Mist, genau die gleiche Meldung. Nun versuchten wir es mit dem HP Slate 8 Pro, ebenfalls einem (noch nicht wirklich alten) Tablet. Fehlanzeige! Auch auf diesem Gerät ließ sich die App nicht installieren.

Nun unternahmen wir den letzten Versuch mit dem aktuellen Wiko SLIDE, einem Smartphone bzw. Phablet. Und man soll es nicht glauben, dies war das einzige Endgerät, auf dem sich die App installieren ließ. Dies war schon einmal eine herbe Enttäuschung.

Oregon Scientific Wetterstation (3)Aber gut, wenigstens auf einem Gerät funktionierte die Installation. Nun waren wir auf die App, deren Möglichkeiten und Benutzerfreundlichkeit wirklich sehr gespannt. Nach dem Starten der App wurden wir gefragt, ob wir zulassen wollen würden, ob Bluetooth auf Grund der Anfrage einer App aktiviert werden sollte. Natürlich wollten wir.

Nachdem Bluetooth aktiviert war, passierte… nichts. Wir sahen lediglich ein Ladesymbol, das relativ lange aktiv war. Nachdem der Ladevorgang bzw. wohl der Verbindungsaufbau abgeschlossen war, sahen wir… nichts… nur einen blauen Bildschirm.

Es wurden keinerlei Daten übertragen. Auch wenn wir in die einzelnen Bereiche (Temperatur, Luftfeuchtigkeit etc.) gingen, waren nirgendwo Daten eingetragen. Wir starteten die App mehrfach neu, immer ohne Erfolg. Das Hauptgerät der Oregon Scientific Wetterstation wollte einfach keine Daten in die App übertragen.

Nun hatten wir endlich ein Endgerät, auf dem wir die App theoretisch hätten nutzen können, doch praktisch wollte sie einfach nicht funktionieren.

Leider gab auch die Anleitung keinen Hinweis darauf, worin der Fehler liegen und wie man ihn beheben könnte. Daher sind das Bluetooth-Feature und die App absolut untauglich.

 

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FAZIT Oregon Scientific Wetterstation:

Die Idee, Wetterdaten von der Wetterstation in eine App zu übertragen, um sich die Wetter der letzten sieben Tage anschauen und sie ggf. (wofür auch immer) auswerten zu können ist natürlich nett und recht innovativ.

Oregon Scientific Wetterstation (3)Doch leider funktioniert dieses Feature überhaupt nicht. Die erste Enttäuschung bestand schon darin, dass die App mit nahezu keinem unserer Endgerät kompatibel war. Dies kann eigentlich nicht sein. Wenn ich ein Gerät kaufe, das ein solches Feature hat, erwarte ich, dass die App auch auf einem Großteil der Endgeräte läuft und nicht nur bei vereinzelten. Zumal nicht alle unsere Geräte als besonders „alt“ bezeichnet werden können.

Dass sich dann aber die Wetterstation auch noch weigert, Daten zu übertragen, führt dieses innovative Feature ad absurdum, da es einfach nicht benutzt werden kann.

Okay, die Oregon Scientific Wetterstation hat ein gefälliges Design, die Messwerte sind gut lesbar. Das bieten aber Wetterstationen anderer Hersteller in gleichem Maße zu einem weitaus günstigeren Preis.

Daher ist die Oregon Scientific Wetterstation RAR213HG aus der „Weather@Home“-Serie eine echte Enttäuschung, weshalb sie auch nur zwei von fünf Fellnasen erhält, denn das Hauptfeature, das sie von anderen Wetterstationen unterscheidet, funktioniert einfach nicht:

 

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2 Antworten

  1. Christian sagt:

    Hallo Produkttest Team,

    Wegen der Bluetooth Verbindung mit App

    Zitat aus der Bedienungsanleitung:
    …Vorerst ist Ihre Wetterstation mit Ihrem Mobilgerät
    zu paaren…

    Seite 6+7 in der Bedienungsanleitung steht alles beschrieben wie es geht.
    http://de.oregonscientific.com/ulimages/manuals2/RAR213HG_DE.pdf

    P.S.: Ich glaube nicht dass die Bedienungsanleitung von Sep. bis heute geändert wurde.

    Gruß,
    Christian

  2. Aska sagt:

    Schade dass das Hauptfeature nicht funktioniert 🙁 und auch, dass man die Innenstation nicht aufhängen kann. Hier ist definitiv Nachbesserungsbedarf vorhanden.

    Ansonsten sieht sie sehr schick aus, nicht aufdringlich und man kann -soweit ich das von den Fotos her sehe- auch alles gut lesen.

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