Philips 48PFS8159 – ultraschlanker Full-HD-TV powered by Android im Test

Philips 48PFS8159 (120)

Über das Testportal TV Movie-Scout durften wir in den letzten Wochen den Philips 48PFS8159 testen, einen ultraschlanken Full-HD Fernseher aus der 8100er Serie, der über ein Android Betriebssystem verfügt. Der Philips 48PFS8159 wurde uns für den Testzeitraum kostenlos zur Verfügung gestellt. Nach Ende des Testzeitraums können wir entscheiden, ob wir ihn zu einem Sonderpreis von weniger als EUR 500,00 behalten möchten.

Der Philips 48PFS8159 im Überblick:

  • Philips 48PFS8159 (83)Produktbezeichnung: Philips 48PFS8159
  • Abmessungen: 13 x 627 x 1068 mm
  • Gewicht: 13,2 kg (ohne Ständer) / 17,4 kg (mit Ständer)
  • Bilddiagonale: 48 Zoll / 121 cm
  • Anzeige: Full-HD / LED
  • Auflösung: 1920 x 1080p
  • Actice 3D sowie 2D-3D-Konvertierung
  • Bildformat: 16:9
  • Helligkeit: 450 cd/m²
  • 4-seitiges Ambilight
  • Betriebssystem: Android 4.2.2 (Jelly Bean)
  • Speicherkapazität für Apps: 1,6 GB
  • Fernbedienung mit Mauszeiger, Tastatur sowie Steuerung über Stimme
  • integrierte Smart-Kamera (z.B. für Skype)
  • Videowiedergabeformate: Dateien: AVI, MKV / H264/MPEG-4 (AVC) / MPEG-1 / MPEG-2 / MPEG-4 / WMV9/VC1 / 3GP
  • Philips 48PFS8159 (85)Musikwiedergabeformate: AAC / MP3 / WMA (v2 bis v9.2)
  • Bildwiedergabeformate: JPEG / BMP / GIF / JPS / PNG / PNS
  • Digitales Fernsehen: 2 x DVB-T/T2/C/S/S2
  • 8-Tage-EPG
  • Integriertes WiFi 11n
  • Tonausgangsleistung: 30 W (15 W + 2 x 7,5 W)
  • Anschlüsse: 4 x HDMI / 1 x Komponenteneingang / 1 x Scartanschluss / 3 x USB – Anschluss / Antenne IEC75 / 2 x Satelliteneingang / 2 x Common Interface Plus (CI+) / CI+1.3-zertifiziert / Ethernet-LAN RJ-45 / Digitaler Audio-Ausgang (optisch) / Linker/rechter Audio-Eingang / Kopfhörer-Ausgang
  • Jährlicher Energieverbrauch: 82 kWh
  • Energieeffizienzklasse: A+
  • UVP: EUR 1.049,00

 

Lieferumfang des Philips 48PFS8159:

  • 1 x Philips 48PFS8159
  • 2 x Active3D-Brille
  • 1 x Fernbedienung
  • 2 x AA-Batterien
  • 1 x Tischfuß
  • 1 x Netzkabel

Weitere Infos zum Philips 48PFS8159 findet Ihr HIER.

 

Aufbau und Ersteinrichtung des Philips 48PFS8159:

Philips 48PFS8159 (84)Die Lieferung erfolgt in einem sehr schmalen, jedoch gewaltig großen Karton. Zum Zusammen- und Aufbau wird auch von uns DRINGEND dazu geraten, dieses mit 2 Personen vorzunehmen. Trotz der geringen Bautiefe legt der Philips Android LED TV schon ein gewaltiges Gewicht an den Tag. Als einzelne Person ist es vielleicht zu schaffen, aber das Risiko, dass da was schief geht, ist extrem viel höher, als zu zweit.

Die Fußplatte wird mit drei Schrauben am Ständer angeschraubt und dieser dann mit zwei Schrauben am Gerät selber.

Da kann man an sich nichts falsch herum zusammenbauen, da alles nur in einer Richtung zusammen passt. Man mag es fast nicht glauben, aber die weiße Rückwand erleichtert es dem Nutzer sehr,  die passenden Anschlüsse zu finden.

Durch die weiße Farbe wird nicht so viel Licht geschluckt und man sieht irgendwie besser, wo man was hineinsteckt. Wirklich ein simpler Umstand, der sehr bei der Installation hilft.

 

Unsere Installation mal im Detail:

Das TV-Gerät wird über einen digitalen Breitband-Kabelanschluß von UnityMedia mit dem TV-Signal versorgt. Es besteht aktuell bei uns keine Möglichkeit, zusätzlich noch eine digitale Sat-Anlage zu installieren, da dies der Vermieter untersagt.

Philips 48PFS8159 (1)Als Entschlüsselungsmodul wird von uns ein Alphacrypt Classic CI-Modul verwendet, um die abonnierten digitalen Pay-TV-Sender zu entschlüsseln. Als Zuspieler direkt an den Philips 48PFS8159 ist eine Nintendo Wii über Component und eine Sony 7.1 Audioanlage per HDMI angeschlossen.

In die Audioanlage gehen als weitere Zuspieler per HDMI ein Samsung Bluray-Player, ein Chromecast, ein Amazon Fire TV-Stick sowie ein Raspberry Pi B als Mediaplayer mit Kodi.

Der Fernseher selber ist zusätzlich direkt über eine 1000 Mbit/s Netzwerk-Leitung an den Router angeschlossen. Im Netzwerk existiert eine Synology DS110j als NAS-System und zwei PCs, ein Macbook und ein Internetradio.

Somit ist eine große Bandbreite an Zuspielern vorhanden.

Nach der vollständigen Installation und Verkabelung wird der Philips 48PFS8159 eingeschaltet und man wird als Nutzer durch einen Ersteinrichtungsassistenten geführt. Unter anderem wird auch die Google-ID abgefragt, da es sich ja um ein Android-System handelt.

Der Sendersuchlauf geht recht zügig von statten und sortiert brav nach den Vorgaben von UnityMedia, somit ist die Sendersortierung identisch mit den UM-Receivern. Angenehm ist die Möglichkeit jedem Anschluss (HDMI, Component, Composite, usw.) einen Namen zu geben, so ist gerade am Anfang die Suche nach dem richtigen Quellen-Kanal für z.B. den Bluray-Player nicht so kryptisch. Das Alphacrypt-Modul mit der eingelegten Smartcard wird sofort erkannt und beim Einschalten über eine kurze Displayeinblendung kommuniziert.

Der Handshake zwischen der Sony 7.1-Anlage und den daran angeschlossenen Zuspielern läuft problemlos. Umschalten auf Bluray oder den Fire HD Stick sorgt sofort für die passende Umstellung der TV-Einstellungen. Das hat man bei anderen, vor allem billigen, Fernseh-Geräten schon ganz anders gesehen.

 

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Erster Eindruck in der Benutzung des Philips 48PFS8159:

Sofort fällt uns das permanent laufende Ambilight auf, sehr angenehm und wirklich ein Mehrwert bei dem Gerät. Das TV-Bild ist knackig scharf und farblich fast schon ein Tick zu viel. Durch ziemlich viele Bildbearbeitungsfunktionen innerhalb des Gerätes wird das Bild schon sehr heftig überarbeitet, teilweise so heftig, dass es ins Unnatürliche tendiert.

Philips 48PFS8159 (123)HD-Sender gibt der Philips 48PFS8159 in gnadenloser Präzision wieder, so präzise, dass kleine Fältchen und Make-up-Schichten bei Nachrichtensprechern sehr deutlich zu erkennen sind. Ein Hang zur Überschärfung des Bildes ist jedoch vorhanden.

Sehr unangenehm fällt jedoch der Fakt auf, dass schnelle Schwenks oder Bewegungen mit einem wirklich fiesen Ruckeln versehen sind. Das macht den Film- oder Fernsehabend schon anstrengend.

Wir müssen gestehen, dass wir bis auf die Clear TV-Einstellung alle anderen „Bildverbesserer“ abgeschaltet haben. Seit dem sind die Überschärfung, übertriebene Farben und das Ruckeln nahezu verschwunden. Somit ist an sich die Integration dieser ganzen Funktionen doch fast schon wieder fraglich, denn im aktivierten Zustand wurde der gesamte Bildeindruck nicht wirklich besser.

Philips 48PFS8159 (126)Die Audioanlage ist über den optischen Ausgang des Fernsehers angeschlossen, da über alle ausprobierten HDMI-Kabel das Tonsignal nicht stabil genug übertragen wurde. Es gab beim Fernsehen oder Wii spielen immer wieder Aussetzer, was den Decoder in der Anlage dazu brachte, jedes mal einen neuen Handshake zu veranlassen (0,5 Sek. Tonaussetzer, dann folgten danach ein kurzer Bildaussetzer und die Einblendung, dass ein Audiogerät angeschlossen wurde). Dieser Umstand ist schon extrem nervig.

Über den optischen Audioanschluss (1,8 Meter Toslink) gibt es zwar auch ganz selten einen Tonaussetzer, aber das Bild bleibt seltsamerweise in diesem Fall bestehen. Wird ein Zuspieler benutzt, der direkt über die Audioanlage geschalten wird (BR-Player, Chromecast, etc.) werden sowohl Bild als auch Ton ohne jegliche Störung wiedergegeben. Somit scheint die wackelige Signalübertragung zur Audioanlage wirklich am Philips 48pfs8159 zu liegen.

Philips 48PFS8159 (74)Zappen wird, je nach verwendeter Weise, zu einer fast aggressionsfördender Angelegenheit. Über die einfache „+“ und „-„ Taste geht es schon ordentlich flott, nur eben Schritt für Schritt.

Über die Senderliste wird es eine quälend zähe Angelegenheit. Ein Druck auf die „List“-Taste wird erst nach ein bis zwei Sekunden umgesetzt. Dann bauen sich gemütlich die Senderlogos auf – plopp, plopp, plopp… bis alle zu sehen sind.

Geht man hinunter, blättert die Ansicht weiter hinab – begleitet von ruckelnder Animation und sich ladenden Logos. Ein schnelles Überblättern ist nicht vorgesehen und führt somit dazu, dass wir als Nutzer schnell mal eine Tastendrückorgie starteten. Nur gaaaaanz wichtig! Nicht zu schnell! Das mag der Fernseher auch nicht. Dann bleibt er irgendwie hängen und anschließend rast das Auswahlkästchen in nahezu Lichtgeschwindigkeit durch die Listen. Ab dem Zeitpunkt hat man das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren.

 

SmartTV-Funktionen des Philips 48PFS8159:

Hbb-TV ist seit einiger Zeit immer häufiger bei Receivern und Fernsehern zu sehen und macht auch wirklich Spaß.

Philips 48PFS8159 (69)Die Zeiten des „ollen“ Videotext sind vorbei, denn Informationen, Angebote und Mediatheken werden wie auf einer Internetseite dargestellt und funktionieren klasse.

Soweit der Fernsehsender diesen Service anbietet, wird es über die „rote Taste“ auf der Fernbedienung aktiviert und über die Pfeiltasten gesteuert. Sollte Hbb-TV mal nicht verfügbar sein, kann auch ganz klassisch der Videotext genutzt werden.

Video-on-Demand ist ebenfalls verfügbar, jedoch ist standardmäßig über das VoD-Menü nur eine Philips-eigene Anbieterliste vorhanden. Amazon Instant Video wird gar nicht angeboten und unterstützt. Netflix und Maxdome hingegen sind verfügbar, aber unlogischerweise unter dem Apps-Menü einsortiert.

Philips 48PFS8159 (104)Das Apps-Menü lässt die Welt von Android aufleben – jedoch in sehr begrenzter Form. Der Playstore ist vorhanden, sowie einige Mediatheken, Videostreaming-Apps (Netflix, Maxdome, etc.) und die Googleeigenen Angebote (Play Music und Play Video).

Bei der Suche nach Apps im Playstore wird jedoch extrem schnell deutlich, dass sich die große App-Welt bei diesem Gerät sehr übersichtlich gestaltet.

Fast keine Spiele, kaum kompatible Apps und wenn sie doch installierbar waren, dann passierte es nicht selten, dass die Darstellung der App um 90 Grad gedreht war. Unglaublich! Im Liegen auf der Couch versuchen wie App zu bedienen? Oder wie stellt man sich das vor?

Dann kommt der Punkt Aktualisierung der Apps. Funktioniert reibungslos, bis auf den Punkt, dass es ab einem gewissen Zeitpunkt einfach keinen Platz mehr auf dem Appspeicher des TV gibt und die Aktualisierung deswegen unterbrochen wird. Diesen Umstand hatten wir bei Youtube und Play Music.

Philips 48PFS8159 (76)Dann ein eklatantes Problem im gesamten Android-System des Philips 48PFS8159. Nach holpriger Aktualisierung der App erschien in der Statusanzeige die Meldung, dass die „Google Play Services“ aktualiert werden müssen, da sonst die Funktionsfähigkeit einiger Apps nicht mehr gewährleistet sei.

Okay, dachten wir uns, machen wir es wie beim Handy oder Tablet – klick auf die Meldung und dann lässt man es eben über den Play Store aktualisieren.

Denkste! Aber sowas von Denkste! Diese Aktualisierung kann AUSSCHLIESSLICH über ein Software-Update der Firma Philips durchgeführt werden. Bisher kam keinerlei Update oder Ähnliches – permanent zeigt jetzt die Statusleiste diese Fehlermeldung an.

Zudem stürzt der Philips 48PFS8159 bei der Nutzung diverser Apps ganz unmotiviert ab und startet neu. Jedoch ist es dann damit nicht getan. In einigen Fällen hing sich das System so sehr auf, dass es nur noch mit dem Ziehen des Steckers wieder vollständig zum Leben erweckt werden konnte. Abstürze kennt man ja mittlerweile von einigen Geräten, aber sozusagen bockige Apps und deren Fehler sind ein neuer Umstand. Die Aktualisierung der Play Services muss unbedingt von den eigentlichen Software-Updates entkoppelt werden, um diese Situation zu entschärfen.

Philips 48PFS8159 (86)Wenn denn die Apps laufen, ist es oft von Vorteil, dass die Fernbedienung eine Mausfunktion integriert hat. Finger auf die OK-Taste legen und mal die Fernbedienung schütteln, schon erscheint der Mauszeiger im Bild. An sich ist die Steuerung dann ähnlich der Nintendo Wii. Rauf und runter, links und rechts geht es über Neigung der Fernbedienung. Ausgewählt wird mit der OK-Taste
Wirklich hilfreich, wenn auch manchmal etwas fummelig und unpräzise.

Die in die Fernbedienung eingebaute Tastatur ist ein guter Einfall, jedoch wirklich miserabel umgesetzt. Zum einen sind die Tasten winzig, wirklich winzig. Dann liegt mitten drin das Batteriefach – ja zwischen den Tasten! Ergo, links ein Tastenblock und rechts einer. Die Tastaturbelegung ist nach englischem Muster, also vertauschtes Z und Y und alle deutschen Sonderzeichen fehlen, Doppelbelegungen machen es auch nicht wirklich einfacher. Da muss auch noch gut nachgebessert werden.

Philips 48PFS8159 (88)Das Batteriefach der Fernbedienung zu öffnen, ist eine Zumutung. Auf einen kleinen Knopf zu drücken, gleichzeitig den Deckel vorhebeln und nicht dabei noch wilde Eingaben auf dem Fernseher auszulösen, ist nahezu unmöglich. Zum Glück muss man die Batterien nicht jeden Tag wechseln.

Streaming von der NAS-Festplatte oder den Rechnern im Netzwerk funktioniert soweit exzellent, da gibt sich der Philips 48PFS8159 keine Blöße.

Vielleicht ein oder zwei fehlende Codecs (grob gesagt Dateiformate) mögen den Experten vielleicht stören, aber die gängigen werden unterstützt. Unser Versuch über den „MX Player Pro“ und „BubbleUPnP“ aus dem Playstore die fehlenden Formate auszugleichen, schlug jedoch durch fehlende Hardware-Performace fehl. Exotische Codecs wurden zwar geöffnet und abgespielt, jedoch nur als ruckelnde und stotternde Bildershow. Dieser Umstand ist schade, aber in unserem Fall (durch externen Mediaplayer) verschmerzbar.

 

Weitere Funktionen des Philips 48PFS8159:

Das Ambilight ist eine wirklich schöne Sache. Als Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens Philips sicher ein Kaufgrund. Wir finden es angenehm, dass sozusagen das Fernsehbild auf die Wand erweitert wird. Wir hatten bisher an unserem alten Fernseher einen einfachen LED-Strip als Hintergrundbeleuchtung angebracht. Nicht als Ambilight-Ersatz, sondern als zusätzliche Beleuchtung hinter dem Fernseher. Ambilight kombiniert sehr schön die Hintergrundbeleuchtung mit Farbeffekten an der Wand. Dafür wirklich den Daumen hoch!

Philips 48PFS8159 (3)3D ist im Heimkino für ins bisher kein Kaufargument gewesen. Der Philips 48PFS8159 ist unser erster 3D-fähiger Fernseher. Hier wird die 3D-Funktion mit Hilfe einer Shutter-Brille umgesetzt. Diese gestaltet sich leider als sehr wackelig und zerbrechlich. Die Bügel lassen sich nur mit Gewalt einsetzen und sind dann nicht klappbar. Somit kann man sie nicht in einem Brillenetui verstauen. Sie liegen daher immer platzraubend irgendwo herum.

Unsere Kater finden sie sehr unterhaltsam zum Spielen, was aber den Brillen nicht gut tut.

Um die Brille in Betrieb zu nehmen, muss jeweils eine Knopfbatterie eingelegt werden. Ein- und Ausschalten wird über einen Knopf auf dem Steg erledigt. Der 3D-Effekt ist je nach Quelle mal mehr oder weniger intensiv. Eine nachträgliche Umwandlung von 2D in 3D über den Fernseher bringt nicht den großartigen Effekt. Oft merkt man einfach, dass nur eine Software wild versucht, Tiefe zu zaubern. Mit teilweise sehr krudem Ergebnis – wabernder Tiefeneindruck, Köpfe die näher am Zuschauer wirken als der Rest des Körpers. Leider tauchen auch ab und zu Geisterbilder auf, das trübt den Eindruck schon sehr.

Eine Gestensteuerung soll im Philips 48PFS8159 integriert sein. Dazu ist eine ausfahrbare Kamera verbaut. Man solle sie über das Einstellungsmenü des Fernsehers ausfahren und nutzen können. Jedoch wo ist der in der Anleitung angegebene Menüpunkt? Dieser ist einfach nicht existent!

Philips 48PFS8159 (80)An die Kamera kommt man zur Zeit nur über die Skype-App, denn bei deren Start fährt dann die Kamera heraus. Dann muss die App geschlossen werden und unser Versuch begann, den Philips 48PFS8159 mit den erklärten Gesten zu steuern. Kurz gesagt, wir haben NICHT EINMAL das beschriebene Menü gesehen, geschweige denn irgendeine Reaktion auf die Gesten. Aktuell also völlig unnütz und nicht funktionsfähig. Trotz langer Internet-Recherche haben wir keine Lösung für diesen Umstand gefunden.

In die Fernbedienung ist zudem ein Mikrofon verbaut. Dieses wird für die Sprachsteuerung des Philips 48PFS8159 benötigt. Ein langer Druck auf die „Mikrofon-Taste“ und dabei den Befehl einsprechen – so soll es gehen. Eine vollständige Übersicht über die Befehle vermissen wir schon. In der Hilfe und Anleitung sind einige Beispiele aufgeführt. Zum Beispiel der Befehl „Kanal ZDF“ wird eher per Zufall erkannt, meistens öffnet sich die Google-oder Youtube-Suche. Der Befehl „Kanal 12“ wird dahingegen locker erkannt und ausgeführt, nur wer hat alle 1000 Sender in der Liste im Kopf?

Sagt man dem Fernseher „Öffne Netflix“ öffnet sich jedoch wieder Youtube mit Filmen, die beschreiben wie man Netflix startet. Genau dasselbe bei nahezu allen anderen Befehlen. Somit ist es ein nettes Gimmick, aber keine wirkliche Erleichterung.

Die Steuerung über die Philips Remote App auf dem Smartphone oder Tablet funktioniert soweit befriedigend, jedoch hätten wir uns die Funktion eines Trackpads gewünscht. Somit bietet die App steuerungstechnisch nicht viel mehr als die einfache mitgelieferte Fernbedienung.

Philips 48PFS8159 (133)Angenehm ist jedoch die Netzwerk-Streaming-Funktion der App. Dateien vom Handy oder Tablet werden schnell und fix auf dem Philips 48PFS8159 gezeigt. Das Ganze geht ohne große Verzögerungen oder Hänger von statten. Insgesamt ist die App also noch etwas ausbaufähig, verfügt jedoch schon über einige nette Features.

An den Philips 48PFS8159 kann eine USB-Festplatte angeschlossen werden, um Sendungen aufzunehmen.

Jedoch muss dafür die Festplatte am TV im XFS-System formatiert werden. Durch dieses Dateisystem ist es unter Windows eher problematisch die Aufzeichnungen als Dateien auszulesen. Ob die Videodateien überhaupt mit einem anderen Gerät als dem Philips Fernseher abspielbar sind, konnten wir nicht testen. Weder mit einem Mac-System noch mit PCs war es möglich die Festplatte auszulesen.

Auch in der Anleitung steht, dass dies nicht vorgesehen ist und der Versuch die Aufzeichnungen irreparabel beschädigen kann. Übrigens – zieht bitte nicht die Festplatte bei laufendem Fernsehgerät ab. Das lässt diesen wieder einmal abstürzen und man darf den Stromstecker suchen.

 

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FAZIT Philips 48PFS8159:

Optisch und ausstattungstechnisch ist der Philips 48PFS8159 ein absoluter Hammer. Tolle Verarbeitung, stabile Bauweise und der nahezu kaum vorhandene Rand machen wirklich Eindruck und das Gerät zu einem echten Eyecatcher im Wohnzimmer.

Philips 48PFS8159 (116)Das Bild ist toll, solange man nicht 3D-Filme schauen möchte. Denn die Brille macht alles zunichte. Die vielen Funktionen jedoch überfordern die Hardware stellenweise und der grundlegende instabile Betrieb trüben das Gesamtbild erheblich.

Gerade das Ausführen der wenigen verfügbaren Android-Apps birgt immer wieder die Gefahr einen Absturzes. Fehlende Aktualisierungsmöglichkeiten gerade bei den Play Services killen den Grundgedanken sowie das Alleinstellungsmerkmal des Philips 48PFS8159 im Keim.

Kurz und knapp ist diese Chimäre noch völlig unausgegoren und das Internet quillt über vor ratsuchenden Besitzern. Das ganze Potential wird hoffentlich in sehr naher Zukunft per Updates erschlossen.

Aufgrund der aktuellen Probleme und Instabilität können wir leider nicht mehr als 2 von 5 Fellnasen geben. Der Preis für den Philips 48PFS8159 spiegelt momentan leider nicht die Qualität wieder, die man erwarten würde:

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11 Antworten

  1. Flo sagt:

    Wirklich schade, dass die Qualität so schlecht war. Wir sind ein „Philips-Haushalt“ weil wir wirklich sehr zufrieden mit den Produkten von Philips sind. Da ist immer was Innovatives dran und ich frage mich, ob eure Erfahrung etwas damit zu tun hat, dass Philips die TV-Sparte abgetreten hat oder es einfach die Kinderkrankheiten von Android als TV-Plattform sind.

    • eicke1978 sagt:

      Hallo Flo,

      wir sind auch ein Philips-Haushalt, da wir extrem viele Produkte von Philips haben. Wir glauben, dass es eher noch Kinderkrankheiten sind, die hoffentlich im Laufe der Zeit durch Updates behoben werden.

      LG,
      Danny

  2. Dany sagt:

    Voll Hammer

  3. Jessy sagt:

    Schade eigentlich, denn Philips ist mir bisher eigentlich mit durchdachten Produkten in Erinnerung geblieben. Hier erscheint mir die Umsetzung eher nach dem Aspekt „Hauptsache auf den Markt damit“ erfolgt zu sein.
    Smart TV´s sind an sich eine schöne Sache, wir haben uns letztes Jahr einen Samsung Smart TV geholt und sind damit rundum zufrieden. Klar, Ambilight ist nett, aber ich glaube ich würde das auch mal abstellen wollen, ist das möglich?
    Die Probleme der Instabilität haben wir garnicht, ich kann aber sehr gut nachvollziehen dass da schlechte Laune aufkommt 🙂

    • eicke1978 sagt:

      Hey Jessy,

      auch wir waren bisher eine andere Produktqualität von Philips gewohnt, da wir ja auch viele Philips-Produkte in der Vergangenheit testeten. Das Ambilight ist wirklich sehr angenehm, aber auch abschaltbar :-).

      LG,
      Danny

  4. TanjasBunteWelt sagt:

    Hei Danny,

    oje, ich habe mir fast schon so eine Kritik gedacht. Das mit der ausfahrbaren Kamera an sich toll, aber nur über Skype o.O
    Das Bild an sich sieht klasse aus, doch davon alleine hat man nichts, wenn man sich einen Smart TV kauft, will man die zusätzlichen Extras nutzen 😉
    Selbst habe ich seit fast einem Jahr einen Smart TV…einer der ersten von Sa… und bin total zufrieden. Updates werden sehr schnell von der Firma bereit gestellt. Gestensteuerung ist nach dem Letzten fast etwas zu gut, denn er erkennt meine Katze sofort, wenn sie bei mir liegt *gg*
    Im Endeffekt jedoch nutzen wir sie kaum, denn meistens muss man dafür ohnehin die Tastatur benutzen, und da kann ich auch gleich normal zappen. 3D ist bei unserem wiederum genial und ein Traum.
    lg Tanja

  5. Kuschel angela sagt:

    gerne dabei

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