SanDisk Connect Wireless Flash Drive im Test

SanDisk Connect Wireless Flash Drive (7)

Wir bekamen das SanDisk Connect Wireless Flash Drive für einen Test vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Welch ein Lindwurm von Produktnamen :-). Dieses Gadget ist eine Kombination aus USB-Stick, WLAN-NAS und Micro-SD-Kartenleser. Zumindestens liest es sich bei der Produktbeschreibung so. Ob es wirklich überzeugen konnte, werde ich jetzt in diesem Bericht darlegen.

Verpackung des SanDisk Connect Wireless Flash Drive:

Verpackt war das SanDisk Connect Wireless Flash Drive in einem kompakten Karton. Klein, knallrot und vom Gewicht schon beachtlich. Beigepackt ist eine Kurzanleitung als Faltblatt und das eigentliche Gerät. Beim Auspacken stellte sich dann heraus, dass nicht der Karton für das Gewicht verantwortlich war, sondern der Stick an sich. Massives Metall, gewichtig und robust. Nur mein erster Gedanke war „Metall und WLAN – ist das nicht eine widersprüchliche Kombination?“, doch dazu später mehr.

Kurzanleitung des SanDisk Connect Wireless Flash Drive:

Die Kurzanleitung hält sich nicht lange mit weitläufigen Beschreibungen auf, sondern kommt kurz und direkt zur Sache. Kurz und knackig wird erklärt, wie das das SanDisk Connect Wireless Flash Drive zu bedienen und zu laden ist. Dafür reicht in deutscher Spache die Fläche einer doppelten Postkarte. Da kann sich ein niederländischer Hersteller mit einem Faible für Faltanleitungen einmal eine Scheibe abschneiden ;-).

Inbetriebnahme des SanDisk Connect Wireless Flash Drive:

SanDisk Connect Wireless Flash Drive (3)Also Anleitung durchgelesen und direkt einmal versucht, das SanDisk Connect Wireless Flash Drive anzuschalten. Okay, das hätte ich mir fast denken können: der verbaute Akku war ratzeleer. Also dachte ich mir, lade das Teil zwischenzeitlich mal auf und installiere auf Smartphone und Tablet die passenden Apps.

Gesagt getan. Einfach an den Laptop gesteckt und drauf geachtet, dass die gelbe LED-Anzeige leuchtet. Nun ja, das tat sie NICHT. Schock! Ist das Gerät jetzt schon von Anfang an kaputt? Gut, dann anderer USB-Steckplatz. Ich habe ja noch drei weitere. Hmmm, am nächsten tat sich auch wieder nichts. Am dritten und vierten ging es dann endlich. Wie sich nach genauem hinschauen herrausstellte, waren die ersten zwei versuchten Seckplätze allen Ernstes USB 3.0 (!). Und die scheint das SanDisk Connect Wireless Flash Drive zumindest bei meinem HP Laptop gar nicht zu mögen. Jeder andere USB-Stick tut an diesen Anschlüssen problemlos seinen Dienst. Ich vermute da eine kleine Inkompatibilität zwischen USB 3.0-Chipsatz/Treiber und dem SanDisk Connect Wireless Flash Drive.

Jedoch lud das gute Stück jetzt ja am USB 2.0-Steckplatz und wurde vom Laptop als externes Laufwerk erkannt. Neugierig wie man ist, durchwühlt man direkt die vorangelegten Ordner und stößt auf Video-Anleitungen. Eine nach der anderen gestartet und angeschaut. Schon mal eine gute Idee. Jedoch benötigen sie – meiner Meinung nach – noch einmal einer weiteren Nachbearbeitung.

Sie fassen nur sehr kompakt die wichtigsten Schritte zusammen. Soweit sehr löblich. Doch die kombinierte Darstellung von Android- und Apple iOS-Systemen dürfte bei einigen weniger versierten Nutzern zu leichten Verwirrungen führen. Dann besser die Systeme getrennt betrachten und vielleicht die Videos in ein Programm oder eine auf dem Stick abgelegte Webseite integrieren und dort eine Vorauswahl des verwendeten Systems anbieten. Somit kommt ein Android-Nutzer nicht durch Zufall in Berührung mit der iOS-Anleitung und sucht nach nicht vorhandenen Menüpunkten.

Trotz alledem ist die Video-Anleitung eine sehr ansprechende Variante zur der klassischen Papier oder PDF-Fassung. Die PDF-Version ist auch auf dem Stick vorhanden und geht eindeutig in die Tiefe aller Möglichkeiten des ScanDisk Connect Wireless Flash Drive.

Weiter zu dem Stick – nach knapp anderthalb Stunden war dann der eingebaute Akku geladen und das Gerät konnte zum ersten Mal eingeschalten werden. Und da kommt der erste Knackpunkt. Einschalten über das lange Drücken der einzigen verfügbaren Taste mag einfach klingen. Jedoch beim Einschalten gibt es zumindest nicht sofort eine Statusmeldung über die LED’s, ob jetzt erfolgreich ein- oder ausgeschaltet wurde. Erst nach ein paar Sekunden blitzt kurz die blaue LED auf. Hmmm, das hätte eleganter gelöst werden können.

Verbesserungsvorschlag:
Einschalten – Blaue LED blinkt beim Tastendruck schnell 5x auf.
Auschalten – Gelbe LED blinkt beim Tastendruck schnell 5x auf.

Bei der jetzigen visuellen „Statusmeldung“ rätselt man immer, ist das Gerät nun an oder aus ist und wartet auf das eventuelle Aufblitzen der blauen LED. Nicht optimal, aber kein Beinbruch.

SanDisk Connect Wireless Flash DriveDann habe ich mit dem Tablet nach dem neuen WLAN-Zugangspunkt des SanDisk Connect Wireless Flash Drive gesucht und – da war erst einmal nichts! Sehr seltsam. Vielleicht doch zu weit weg. Also näher herangeholt und siehe da, es wird ein Zugangspunkt „SanDisk Flash XYZ“ angezeigt. Da haben wir meinen Gedanken, den ich eingangs äußerte. Metallgehäuse und WLAN, eine unsinnige Kombination.

Wie sich herausstellte hat der Stick eine Reichweite von knapp 1 – 1,5 Meter. Dies ist für ein solches Gerät jedoch indiskutabel! Kann aber auch damit zusammenhängen, dass er sehr klein ist und somit nicht die Leistung erbringen kann sowie in der Umgebung massig WLAN-Router die Frequenzen „verseuchen“.

Jedenfalls war es nun am Tablet eingerichtet. Ging schnell und problemlos und ich wurde mit einem Firmware-Update für das SanDisk Connect Wireless Flash Drive beglückt. Flott und ohne Schwierigkeiten ging das von statten. Den Stick für ein paar Minuten an den USB-Steckplatz vom Laptop gesteckt und es war erledigt.

Wieder gestartet und was soll ich sagen, die SanDisk-App auf dem Tablet zeigte direkt nach dem Einwählen in das SanDisk Connect Wireless Flash Drive-WLAN die Inhalte des Sticks an. Vorbildlich! Direkt einmal ein paar Bilder und Musikdateien vom Tablet auf den Stick geschaufelt. Geht wunderbar. Vielleicht ist man ja mittlerweile von – in meinem Fall – USB 3.0 verwöhnt, denn es dauerte schon seine Zeit. Nicht unerträglich lang, aber auch nicht rasend schnell. Es ist eben WLAN- und systembedingt keine „Rakete“.

Dann mal die Streaming-Funktion ausprobiert. Funktioniert! Klaglos und ohne Stottern und Ruckeln. Solange man in der direkten Nähe des Sticks bleibt.

Verbinden sollen sich bis zu acht Geräte zeitgleich an das SanDisk Connect Wireless Flash Drive. Das wird ein ganz schönes Gedränge! Acht Personen mit Endgeräten im Umkreis von 1 – 1,5 Metern. Naja…

Also dachte ich mir, ich binde den SanDisk Connect Wireless Stick einfach in das vorhandene WLAN ein. Gesagt, getan und es war auch im Heim-WLAN für alle Geräte verfügbar, ohne, dass diese ihre Internetverbindung kappen mussten. Sehr fein. Jedoch musste bei meiner FritzBox 6360 UM von Unitymedia der Stick fast auf dem Router stehen, um eine stabile und dauerhafte Verbindung zu halten. Unschön, aber wenn man es weiß, kann man sich darauf einstellen. Der Stick tut mittlerweile immer wieder bei uns Zuhause seinen Dienst.

Vor- und Nachteile des SanDisk Connect Wireless Flash Drive im Überblick:

Vorteile:
– innovatives Konzept (vergleichbar mit der WiFi-SD-Karte für die Digitalkamera)
– massive Bauweise (impliziert jedoch direkt einen Nachteil)
– Schiebekappe über USB-Stecker
– Stabile und flotte Android-App
– Kurzanleitung unterstützt durch Videos auf dem Stick und auf der SanDisk-Webseite
– Möglichkeit der Einbindung in ein bestehendes Heim-WLAN
– 8 Teilnehmer können zeitgleich darauf zugreifen

Nachteile:
– USB 3.0-Problem bei HP-Laptops
– Reichweite des eingebauten WLAN’s (hervorgerufen durch Metallgehäuse)
– Ein-/Ausschaltvorgang unzureichend über LED signalisiert
– Ladefunktion über USB-Ladegeräte nicht gegeben (Apple iPhone 5-, Nexus 7- und Oppo Find 5-Ladegeräte getestet)

 

Fazit SanDisk Connect Wireless Flash Drive:

Das SanDisk Connect Wireless Flash Drive ist ein Konzept mit sehr viel Potential. Es müssen jedoch einige Punkte dringend überarbeitet werden. Da wären Reichweite des WLAN (Beispielanwendung: Zur Verfügung stellen von Unterlagen während einer Vorlesung in der Uni), Ein-/Ausschaltvorgang, Ladeprobleme mit Anschlüssen, die kein USB 2.0 sind.

Dann wäre das SanDisk Wireless Flash Drive ein noch „runderes“ Gesamtpaket, das zudem noch benutzerfreundlicher wäre. Jedoch muss man sich fragen, ob nicht gerade die Cloud-Services wie Dropbox, Skydrive und Google-Drive die Funktionen dieses Gerätes immer mehr abdecken.

Es wird sich zeigen, ob gerade die mobilen Nutzer eher die klein private Speichermöglichkeit nutzen, oder doch eher die großen Global Player im Online-Speicher-Bereich.

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2 Antworten

  1. Kerstin sagt:

    hi eine frage wo kan man sich bewerben/registrieren um auch bei so schönen test mit zumachen???

    mfg Kerstin

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