Unser Kurzurlaub: Travemünde

Travemünde (19)

Wie Ihr ja mitbekommen habt, gönnten wir uns in den letzten Tagen eine Auszeit und machten einen Kurztripp nach Schweden, den wir von meinen Eltern und meinem Bruder zu Weihnachten geschenkt bekommen hatten. Damit es nicht zu stressig wurde, haben wir noch ein wenig drumherum geplant.

Unser erstes Ziel führte uns nach Travemünde, von wo auch die Fähre nach Schweden ablegte. Dort hatten wir über booking.com ein Zimmer im Hotel Strandschlösschen gebucht, um nicht direkt nach den knapp fünf Stunden Fahrt vom Niederrhein auf die Fähre gehen zu müssen.

So kamen wir am Vortag der Fährüberfahrt in Travemünde an und bezogen unser Hotelzimmer.

 

Das Hotel Strandschlösschen in Travemünde:

Hotel Strandschlösschen (13)Das Hotel Strandschlösschen liegt direkt an der Travemünder Strandpromenade in einer alten Strandvilla und verfügt über 33 helle Zimmer. Bei der Buchung hatten wir gar nicht gesehen oder wahrgenommen, dass wir bis spätestens 17:00 Uhr hätten anreisen müssen. Kurz bevor wir eintrafen rief das Hotel an, um zu fragen, ob wir noch anreisen würden. Die Dame war unglaublich freundlich, obwohl sich durch unsere verspätete Anreise ihr Feierabend um mehr als zwei Stunden verzögerte.

Um 19:15 Uhr trafen wir dann auch ein und die Dame war weiterhin freundlich und auf unsere Entschuldigung meinte sie nur „Na, das ist wirklich nicht schlimm“. Das haben wir in anderen Hotels auch schon anders erlebt.

Leider verfügt das Hotel auf Grund seiner Lage nicht über einen eigenen Parkplatz, aber etwa fünf Fußminuten entfernt befindet sich ein öffentlicher Parkplatz, auf dem man für EUR 4,00 den ganzen Tag über parken kann.

Hotel Strandschlösschen (11)Unser Zimmer war relativ groß und eher funktional mit „Möbeln von der Stange“ eingerichtet. Das Bad machte den Eindruck, als sei es erst vor kurzem neu gemacht worden. Es hatte ein Fenster und war durch die weißen Fliesen ebenfalls sehr hell.

Unser Zimmer verfügte auch über einen Balkon oder besser gesagt schon fast über eine Holzterrasse. Auf der einen Seite schaute man auf die mit Bäumen gesäumte Kaiserallee und auf der anderen Seite direkt auf den Ostseestrand mit seinen Strandkörben, ein ganz wundervoller Ausblick.

Wir hatten nur eine Übernachtung ohne Frühstück gebucht, da wir a) EUR 13,00 pro Person doch relativ teuer fanden und wir b) eh lieber in einem Café in Travemünde frühstücken wollten. Durch seine Lage ist es in dem Hotel auch sehr ruhig und man nimmt eigentlich nur das Meeresrauschen wahr.

Hotel Strandschlösschen (10)Zu dem Hotel gehören auch ein Restaurant mit Café. Aus dem Wintergarten und dem Biergarten hat man einen herrlichen Blick auf den Ostseestrand. Am Sonntag haben wir dort noch einen Kaffee getrunken und ein Stück Kuchen vom Kuchenbuffet gegessen. Alle Kuchen sind aus eigener Herstellung. In Kombination mit dem Ausblick wirklich sehr zu empfehlen. Auch die Restaurantmitarbeiter sind unglaublich freundlich, allen voran der Restaurantchef, der uns auch noch ein paar Tipps für die Fährüberfahrt gab.

Ein großes Manko des Hotels: es wird kein WLAN angeboten, auch nicht gegen eine Gebühr. Wenn man mal komplett entspannen möchte, kann dies mit Sicherheit auch ein Vorteil sein :-). Das Hotel Strandschlösschen bietet dafür aber verschiedene Wellness-, Massage- und Kosmetikpakete an.

Wir zahlten für das Zimmer EUR 85,00. In der Hauptsaison kostet das Doppelzimmer zwischen EUR 120,00 und EUR 141,00, mit Balkon zwischen EUR 156,00 und EUR 167,00 pro Nacht.

Wir können das Hotel Strandschlösschen definitiv auf Grund der Lage, der Sauberkeit und des freundlichen Personals jederzeit weiterempfehlen.

Weitere Infos zum Hotel findet Ihr hier.

 

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Travemünde:

Travemünde (7)Travemünde ist als Ostseeheilbad hanseatisch, gediegen und ruhig und wird gerne als „Lübecks schönste Tochter“ bezeichnet. Der Ort verfügt über viele historische Gebäude, teilweise mit den für die Hanse typischen Stufengiebeln sowie über den ältesten Leuchtturm Deutschlands. Travemünde liegt direkt an der Münde der Trave und ist – neben Kiel und Rostock – einer der großen Fährhäfen an der deutschen Ostsee, von denen man nach Skandinavien „übersetzen“ kann.

Am Abend unserer Ankunft erkundeten wir den Hafenbereich und suchten ein nettes Restaurant für das Abendessen. Das Angebot ist schon fast unüberschaubar, da es unendlich viele (Fisch-)Restaurants in Travemünde gibt.

Travemünde (4)Wir entschieden uns für das Restaurant „Fishermens“, was sich leider als Fehler herausstellte. Die Portionen waren zwar gigantisch und der Fisch exzellent (Lachssteak & Scholle), aber die Beilagen waren – mit Verlaub – eine Frechheit. Wir gingen natürlich davon aus, dass wir selbstgemachten Kartoffelsalat zu dem qualitativ einwandfreien Fisch bekommen würden. Unsere Geschmacksknospen müssten uns aber schon arg belügen, denn für uns schmeckten alle Beilagensalate nach Fertigware aus dem Eimer des Großhandels. Wirklich extrem enttäuschend.

Travemünde (18)Nach dem Essen schlenderten wir noch ein wenig den Hafenkai und die Strandpromenade ab und beobachteten die ein- und ausfahrenden Schiffe sowie das Schwesterschiff der Fähre, die wir am nächsten Tag gen Trelleborg nehmen würden. Wir könnten uns stundenlang an den Hafen oder Strand setzen und einfach nur die Seeluft genießen, Schiffe beobachten und die Seele baumeln lassen.

Am nächsten Morgen checkten wir im Hotel aus und konnten unser Gepäck aber dort noch abstellen, um den Ort zu erkunden. Wir hatten am Abend vorher schon geschaut, welche Frühstücksoptionen sich anböten. Wir entschieden uns dann – wahrscheinlich ganz Touri-like – für ein Frühstück in der Travemünder Dependance von Niederegger, weltbekannt für sein Marzipan :-).

Travemünde (25)Und dies war eindeutig die richtige Entscheidung. Wir entschieden uns für ein Frühstück für zwei Personen zum Preis von EUR 19,90 inklusive einem frischgepressten Orangensaft und einem Kännchen Kaffee pro Person. Das Frühstück beinhaltete vier Brötchen sowie zwei Croissants. Die Beläge (verschiedene Käse- und Wurstsorten, Fleischsalat, Marmelade, Honig und Quark) wurden auf eine Etagere an den Tisch gebracht. Auch auf unseren Sonderwunsch wurde eingegangen, denn wir wollten lieber Rührei statt eines gekochten Eis oder eines Spiegeleis zu unserem Frühstück. Unsere Bedienung – eine ältere Dame – war auch sehr freundlich und irgendwie ein wenig schrullig dabei :-).

Das Café selbst ist eher altmodisch, aber doch sehr passend eingerichtet. Neben einem Frühstück erhält man dort auch Mittagessen und natürlich diverse Kuchen- und Eissorten sowie Marzipanpralinen aus dem Hause Niederegger. Ein Tipp von uns: unbedingt den Marzipan-Milchkaffee und die Marzipan-Trinkschokolade probieren. Einfach nur lecker.

Wir dachten eigentlich, dass wir auch noch ein wenig das Umland erkunden bzw. einen ausgedehnten Ausflug nach Lübeck machen würden, da wir davon ausgingen, dass wir in Travemünde selbst nicht so viel Zeit verbringen könnten, da der Ort doch überschaubar ist.

Travemünde (14)Der hanseatische Flair, die historische Baukunst aber auch die ausgedehnten und schön gestalteten Parkanlagen laden jedoch definitiv zum Verweilen ein, so dass wir doch nahezu den gesamten Tag in Travemünde verbrachten und am Hafen und in den Parks flanierten.

Wir entschieden uns auch für eine Hafenrundfahrt mit der Maritima. Diese kostet nur EUR 1,00 pro Person. Dafür wird man halt gebeten, auf dem Schiff auch Speisen und Getränke zu konsumieren. Diese sind aber nicht teurer als auf dem Festland, so dass wir an der einstündigen Fahrt teilnahmen und ganz gemütlich auf dem Sonnendeck eine leckere Apfelschorle tranken. Man wird nicht gezwungen, etwas zu kaufen, weshalb wir diese Hafenrundfahrt auch empfehlen können.

Travemünde (3)Gegenüber von Travemünder Hafen befindet sich die Halbinsel Priwall, die zu ca. 96% von Wasser umgeben ist. Sie gehört seit 1226 zum Lübecker Stadtgebiet bzw. zu Travemünde. Durch sie verlief die Grenze zur ehemaligen DDR.

Sie hat einen wunderschönen Sandstrand sowie mehrere Marinas. An ihr ist auch das sehr bekannte Museumsschiff „Passat“ festgetäut.

Sie ist von Travemünde aus nur über Personen- und PKW-Fähren erreichbar. Ein Ausflug wurde uns von verschiedenen Travemündern sehr empfohlen, doch leider schafften wir es zeitlich nicht.

Wir hatten traumhaftes Wetter und zwar so toll, dass wir uns einen Sonnenbrand einfingen. Zum Glück haben in Travemünde auch sonntags die Geschäfte geöffnet, u.a. auch die Drogerien, so dass wir uns noch schnell mit entsprechenden „Hilfsmitteln“ zur Linderung des Sonnenbrands versorgen konnten.

Travemünde (22)Travemünde besticht durch seine Ruhe, die Strandpromenade, die wunderschönen Gebäude (wie die „Alte Vogtei“), eine breitgefächerte Gastronomie, eine Vielzahl an (Eis-) Cafés sowie seine freundlichen und hilfsbereiten Bewohner. Das Ostseeheilbad ist optimal, um dem stressigen und schnellen Alltag zu entfliehen und einfach einmal die Seele baumeln zu lassen. In der Stadt kann man viel mehr entdecken, als wir im Vorfeld gedacht hatten.

Ferner kann man im Umland auch hervorragend einkaufen, da sich dort mehrere Werksverkäufe befinden:

  • Niederegger Werksverkauf, Zeißstr. 7, Lübeck, Öffnungszeiten: täglich von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr
  • Carstens Werksverkauf, Lübeck, Öffnungszeiten: täglich von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr
  • Villeroi & Boch Werksverkauf, Lübeck
  • Schwartau Werksverkauf, Bad Schwartau, seit 2012 auch für die Öffentlichkeit geöffnet, leider nur montags und donnerstags von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Holstentor zu LübeckDa wir zu früh an der Fähre waren und noch drei Stunden auf das Boarding hätten warten müssen, machten wir noch einen kurzen Abstecher nach Lübeck. Wir wussten gar nicht, dass das Holstentor so schief steht :-). Dort tranken wir dann noch einen Eistee in einem der vielen Restaurants / Bistros an der oberen Trave, genossen weiterhin das tolle Wetter und machten uns dann rechtzeitig wieder auf den Weg zum Skandinavienkai (ca. 20 Minuten entfernt), um „einzuschiffen“.

Travemünde (12)Wir sind ganz verliebt in Travemünde. Der wunderschöne Gesamteindruck wird lediglich durch eine architektonische Sünde getrübt: das Hochhaus des Maritim-Hotels an der Ecke, an der Strandpromenade und Hafenkai aufeinanderstoßen.

Dieses Hochhaus, auf dem sich im Übrigen die Travemünder Schiffahrtssichtsignalanlage befindet (das Hotel fungiert somit als Leuchtturm), mag sich so überhaupt nicht ins Gesamtbild des Ortes einfügen.

Wer Lust auf einen ganz entspannten Urlaub in hanseatischem Ambiente hat, sollte unbedingt einmal Travemünde besuchen. Es gibt im Umland auch noch so viel zu sehen, dass man auch ohne Probleme mehrere Tage dort verbringen kann.

 

 

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1 Reaktion

  1. shadownlight sagt:

    wie herrlich, ich bin ja ein großer nord/ostsee fan! danke für die tollen bilder und den bericht! gglg

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