Wiko Rainbow Up im Test

Wiko Rainbow Up (4)

Über hallimash durften wir in den letzten Wochen das neue Smartphone Wiko Rainbow Up testen. Das Gerät wurde uns für den Test kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

Allgemeine Infos zu Wiko:

Wiko ist ein französischer Smartphone-Hersteller aus Marseille, der seit September 2013 auch auf dem deutschen Markt aktiv ist. Auf der IFA 2013 stellte Wiko die ersten drei Modelle vor, die ab diesem Zeitpunkt in Deutschland vertrieben wurden. Nach noch nicht einmal einem Jahr ist Wiko schon einer stärksten Newcomer auf dem deutschen Smartphone-Markt.

Bei einer Leserumfrage der ComputerBILD wurde Wiko gleich drei Mal unter die TOP 10 gewählt, u.a. in der Kategorie „Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis bei Smartphones mit mehr als 4,5″-Display.

Da Wiko jedoch ständig neue Modelle launcht, wird man auch sehr gut auf der Facebook-Seite von Wiko auf dem Laufenden gehalten (inkl. vieler Aktionen).

 

Das Wiki Rainbow Up direkt aus der Box:

Das Wiko Rainbow Up ergänzt die Rainbow-Familie um ein weiteres Gerät. Wir gehen jetzt mal davon aus, dass sich das „Up“ im Namen auf des Wort „Upgrade“ bezieht. Denn technisch gesehen, ist es bis auf ein paar kleine Punkte mit dem bisherigen Wiko Rainbow identisch.

Gehen wir mal in die technischen Details des Wiko Rainbow Up:

  • Wiko Rainbow Up (6)Displaygröße: 5“ (Zoll)
  • Displayauflösung: 1280×720 Pixel
  • Displaytyp: HD-IPS
  • Touchdisplay: Multitouch/kapazitiv
  • CPU: Mediatek MT6582 1,3 GHz
  • CPU-Architektur: Cortex A7
  • GPU: ARM Mali-400 MP2
  • RAM: 1 GByte
  • Interner Speicher: 8 GByte (nutzbar ca. 4,1 GByte)
  • SD-Karten-Slot: Ja (Micro-SD bis zu 64 GByte)
  • Betriebssystem: Android 5.0
  • Kameras: 8 MPixel (Hauptkamera) / 5 MPixel (Frontkamera)
  • LED-Blitz/Leuchte: Ja (Hauptkamera)
  • Datenanbindung: 2G (Quadband)/3G (Triband HSPA+)
  • WLAN: 802.11 b/g/n
  • Bluetooth: Ja (Version 4.0)
  • GPS: Ja
  • SIM-Karten-Slots: 2 (Dual-SIM simultanbetrieb möglich)
  • Akku: LiIon-Akku (3,7 V, 2.800 mA)
  • Maße: 143 x 71 x 8,5 mm
  • Gewicht: ca. 125 Gramm (inkl. Akku, ohne SD-Karte und SIM-Karten)
  • UVP: ab EUR 159,00

Weitere Infos zum Wiko Rainbow Up findet Ihr HIER.

Kenner des bisherigen Wiko Rainbow werden einige Daten bereits bekannt vorkommen. So sind der Prozessor, der RAM, Display-Art und Größe identisch zum „alten“ Rainbow. Geändert hat sich aber der jetzt 8 GByte große interne Speicher, die mit 5 MPixel verbaute Frontkamera, der leistungsstärkere Akku, Gerätemaße und Gewicht sowie Android 5.0 ab Werk. Mitgeliefert wird ein USB-Ladegerät, ein USB-Kabel, ein Headset und eine Schnellanleitung. Alles Verpackt in einem kompakten flachen Karton.

Wiko Rainbow Up (8)Das Smartphone besitzt eine rutschhemmend wirkende Beschichtung auf der Rückseite, die jedoch vom ersten Moment an Fingerabdrücke wie ein Magnet anzieht. Die Gerätefront ist schlicht und schwarz gehalten, einzig die kreisrunde Höreröffnung, Frontkamera und der Markenschrifzug sind direkt zu sehen.

Auf der rechten Seite des Wiko Rainbow Up liegen übereinander der Power-Knopf und die Lautstärke-Wippe.

An der Oberseite ist ein 3,5 mm Klinkenanschluß für das Headset oder Kopfhörer verbaut. Die Unterseite ziert nur der Mikro-USB-Anschluss.

Die Rückseite lässt sich als Ganzes abnehmen, jedoch ist das ein wenig fummelig und gesamte Handy tendiert dabei dazu, sich ein wenig zu biegen. Da hat man anfangs schon etwas Respekt davor mal beherzt am Deckel zu ziehen, um ihn zu lösen. Ist Dieser gelöst und abgenommen, schaut man auf das Innere des Geräts, zum Vorschein kommen oben links der Micro-SD-Kartenschacht, rechts daneben Sim-Kartenslot 1 und auf der rechten Seite der Sim-Kartenslot Nr. 2.

Wiko Rainbow Up (18)Eingesetzt werden können ausschließlich Mikro-SIM-Karten, das sollte bedacht werden bei der Anschaffung!

Der Akku ist trotz abnehmbarer Rückseite fest im Handy verklebt und zusätzlich noch mit einem großflächigen Typenschild überklebt. Somit ist es dem Nutzer nicht möglich, im Falle eines Akkudefektes, den Akku zu wechseln, ohne den Service bemühen zu müssen.

Unterhalb des Akkus ist der Lautsprecher verbaut, der zur Rückseite des Gerätes gerichtet ist. Ganz oben links sind die Kamera und die Foto-LED eingelassen. Nach dem Einsetzen der Speicherkarte und der SIM-Karten wird der Akkudeckel wieder aufgesetzt und festgedrückt. Dabei zeigte sich der Deckel an einigen der Clips etwas widerspenstig und wollte erst nach beherztem Druck einrasten.

Man sollte dabei auf Spalten achten, denn sitzt der Deckel nicht ganz auf dem Wiko Rainbow Up, so knarzt und knackt es bei jeder Berührung munter vor sich her.

 

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Erste Inbetriebnahme des Wiko Rainbow Up:

Angeschaltet wird das Wiko Rainbow Up über einen längeren Druck auf den Power-Knopf an der Seite. Dann fährt anfangs recht gemütlich das Android sein System herauf, aber keine Bange, das ist wirklich nur beim ersten Start so langwierig.

Es begrüßt den Nutzer ein recht buntes Android 5.0 mit seinem bekannten Einrichtungsassistenten. Ist diese Ersteinrichtung abgeschlossen, fragt das Wiko die Einstellungen der SIM-Karten ab und erfragt eventuelle Präferenzen.Screenshot Wiko Rainbow Up (6)

So kann angegeben werden, ob Telefonate immer von der einen oder anderen Karte geführt werden sollen, oder ob bei jedem Wählvorgang gefragt werden soll, über welche Karte telefoniert wird. Dieselben Einstellungsmöglichkeiten bieten sich beim Bereich SMS/MMS. Zudem wird abgefragt, mit welcher der zwei Karten das mobile Internet genutzt werden soll.

So sind zum Beispiel verschiedenste Konstellationen möglich:

  • Private und dienstliche Erreichbarkeit über verschiedene Nummer in einem Gerät
  • Trennung von klassischem Mobilvertrag und Datenvertrag
  • eigener Vertragsanschluss und für den Urlaub eine jeweils vor Ort gekaufte Prepaid-Karte zur gleichzeitigen Nutzung
  • usw.

Sofort fällt aber ein Punkt auf: die Android-Oberfläche unterscheidet sich dahingehend von sehr vielen anderen Android-Geräten, dass es keinen s.g. „App-Drawer“ mehr gibt. Beim klassischen Android werden die installierten Apps sozusagen in einer Übersicht zusammengefasst dargestellt – diese Liste ist oft durch einen festen Menüpunkt erreichbar. Beim Wiko Rainbow Up ist das ganz anders. Es erinnert doch schon fast an Apple, denn alle installierten Apps werden auf dem „Home Screen“ aufgelistet.

Screenshot Wiko Rainbow Up (15)Für alte Android-User wie uns ist das erst einmal eine kleine Umstellung, aber keine Hürde – nach zwei Tagen findet man alles sofort und problemlos und sucht nicht vergebens den Button. Insgesamt ist die Werkseinstellung des Android auf dem Wiko Rainbow Up sehr bunt gehalten – bunter Hintergrund, kunterbunte und runde Symbole.

Jedoch geht man in irgendwelche Menüs, ändert sich das sofort, denn dann überwiegen weißer Hintergrund und dunkeltürkise Symbole. Da schimmert also doch noch teilweise das bekannte Android 5.0 unter der kunterbunten Wiko-Welt hervor ;-).

Seltsam wirkt jedoch, dass alle von Werk aus installierten Apps ein rundes Logo haben, aber alle nachträglich installierten Apps einen quadratischen Rahmen bekommen. Schade, hätte man die runden Symbole durch das ganze Konzept gezogen, dann wäre das Erscheinungsbild etwas einheitlicher.

Aber das ist Nörgeln auf höchstem Niveau.

Das System reagiert angenehm flott und knackig, nur ganz selten sind bei Animationen kleinste Mikroruckler festzustellen. Apps öffnen sich recht zügig und stehen schnell zur Nutzung bereit. Jedoch sollte man bedenken, dass man hier nicht mit einem High-End-Superduper-Formel1-Smartphone arbeitet. Manchmal, vor allem bei aufwändigeren, oder speicherhungrigen Apps kann es schon mal eine Gedenksekunde geben.

 

Alltäglicher Gebrauch des Wiko Rainbow Up:

Im täglichen Gebrauch fallen zwei Sachen direkt auf: Zum einen ist das der wirklich stark glänzende und spiegelnde Bildschirm, der im Sonnenlicht schon schwer ablesbar ist. Zum Anderen die wirklich beachtliche Standbyzeit des Wiko Rainbow Up, mit der schon mal bei wenig Nutzung drei Tage Laufzeit zusammen kommen können.

Screenshot Wiko Rainbow Up (14)Die Mehrzahl der Apps laufen problemlos und ohne Auffälligkeiten. Spiele sind jedoch ein besonderes Thema, denn die einfacheren der Gattung (wie z.B. Angry Birds, Temple Run, etc.) sind absolut unauffällig und knackig zu spielen. Grafisch aufwendige Spiele jedoch zwingen der CPU und GPU das Maximum an Leistung ab, und es kann vorkommen, dass das trotzdem nicht reicht. Dann ruckelt und zuckelt das Bild, oder das Spiel bricht ab. Dabei wurde das Wiko Rainbow Up jedoch nie übermäßig warm oder sogar heiß. Aber ein Prozessor der aktuell eher unteren Mittelklasse möchte sich auch gar nicht mit einer Playstation messen, hier geht es eindeutig um Laufzeit und klassische Anwendungen.

Die Kameras sind ausreichend, die Fotos der Hauptkamera sind ordentlich, aber gerade in dunkleren Aufnahmesituationen verrauscht das Bild erheblich. Insgesamt sind die Bilder der Hauptkamera leicht blaustichig, aber nicht in dem Ausmaß, dass es unansehnlich wird. Videos werden in Full-HD aufgezeichnet und im Handy ruckelfrei wiedergegeben.

Wiko Rainbow Up Hauptkamera (4)Den Digitalzoom lassen wir mal bei der Bewertung außen vor, denn diese Funktion hat bei fast keinem Smartphone ansehnliche Aufnahmen hervorgebracht.

Die Frontkamera ist eine ordentliche Weiterentwicklung im Vergleich zum „alten“ Rainbow. Mit seinen 5 Megapixeln nimmt diese schon recht gute Selfies auf, jedoch ist auch hier die Tendenz zum verrauschten Bild sehr schnell ein Thema. Da merkt man doch den Preis des Wiko Rainbow Up.

Die Sprachqualität beim Telefonieren ist gut, man versteht den Gesprächspartner problemlos und nichts scheppert oder zerrt bei der Wiedergabe. Allein ein Gesprächspartner hat moniert, dass er mich nur etwas dumpf verstehen würde, als sei das Mikrofon teilweise verdeckt. Da aber dieser Umstand nur einmal bemängelt wurde, möchten wir das nicht als generelles Problem darstellen. Die Empfangsstärke ist absolut im Durchschnitt einzuordnen, da gibt es einige Geräte die schon etwas länger die Verbindung halten, aber auch noch mehr die erheblich schlechteren Empfang bieten.

Screenshot Wiko Rainbow Up (25)Auffällig ist jedoch im alltäglichen Gebrauch, dass das gesamte Smartphone nicht besonders verwindungssteif ist. Leichter Druck auf das Display lässt es schon verfärben, und beim Herausnehmen aus der Hosentasche hat man immer das Gefühl, dass es sich dabei leicht verbiegt. Da ist dann das verwendete Material die Ursache, denn das gesamte Gehäuse besteht ausschließlich aus Kunststoff. Trotzdem knackt, knarzt und quietscht da nichts, solange die Geräterückseite wieder richtig fest angebracht wurde.

Der GPS-Empfang war gerade bei den Mediathek-Prozessoren in der Vergangenheit immer so ein Thema. Mal dauerte es ewig bis ein GPS-Signal gefunden wurde, mal war es so ungenau, dass es nicht nutzbar war und dann waren da die ständigen Verbindungsabbrüche. Anders verhält es sich hier: Nach ca. 1 bis 2 Minuten ist das GPS beim ersten Start verbindungsbereit und das Signal bleibt stabil bestehen. Sogar in einigen Innenräumen ist eine GPS-Verbindung möglich.

Somit hat der Prozessorhersteller Mediatek diesen Punkt über die Zeit erheblich verbessert und das ist löblich.

Die WLAN-Verbindung ist flott und recht empfangsstark, denn gerade in Bereichen mit schlechtem WLAN-Empfang hielt das Wiko Rainbow Up etwas länger die Verbindung als manch anderes teureres Smartphone.

Screenshot Wiko Rainbow Up (22)Bluetooth 4.0 ist ein schöner Umstand, da diese Version den Strombedarf erheblich reduziert hat und somit die Akkulaufzeit, trotz eingeschaltetem Bluetooth, nur minimal beeinflusst wird. Die Verbindung mit BT-Geräten lief immer problemlos und störungsfrei. Musik wurde an BT-Lautsprecher übertragen, BT-Tastaturen nahmen sofort stabile Verbindung auf und Freisprecheinrichtungen kamen nicht ins Straucheln.

Eine Besonderheit bietet das Wiko Rainbow Up – das sogenannte „Smart Awake“. Ist diese Funktion vollständig vom Nutzer aktiviert worden, so lässt sich das Handy mit zweimaligen Tippen auf dem Bildschirm aus dem Standby aufwecken.

Zeichnet man ein „C“ auf den ausgeschalteten Bildschirm so startet sofort die Telefonoberfläche, das „M“ startet den Musikplayer und ein „S“ die SMS-Oberfläche.

Das mag für mancheinen vielleicht wie eine Spielerei vorkommen, aber es kann auch ungemein praktisch sein.

Wir kennen diese Funktion bereits aus einigen hochwertigen Fernost-Smartphones (OnePlus One, Oppo Find 5, etc.) und nicht nur einmal hatten wir ein Handy von Freunden in der Hand und tippten gedankenversunken auf dem ausgeschalteten Bildschirm herum um es aufzuwecken, was dann ja natürlich nicht klappte. Daran merkt man wie schnell man sich an so eine Funktion gewöhnt und sie unbewusst nutzt.

 

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FAZIT Wiko Rainbow Up:

Das Wiko Rainbow Up ist ein sehr ordentliches Smartphone. Ein helles und scharfes Display mit genauem Touchscreen machen das Ablesen und Bedienen recht einfach. Die Dual-SIM-Funktion mit seinen breiten Einsatzmöglichkeiten bieten einen schönen Mehrwert.

Wiko Rainbow Up (4)Der Akku ist das absolute Highlight an diesem Gerät, oder besser formuliert – die Akkulaufzeit. Genügsam und sparsam geht das Wiko Rainbow Up mit seiner Spannungsquelle um und selbst bei durchschnittlicher Nutzung kommt man locker über den Tag.

Wer also auf Funktionen wie NFC, LTE und Fingerabdrucksensoren verzichten kann, der sollte auch mal das Wiko Rainbow Up in die nähere Betrachtung aufnehmen.

Für den Preis von ca. EUR 159,00 kann man auch mal über den fest verbauten Akku hinweg sehen und dann ist die Preis-Leistung fast unschlagbar. Alle Infos zu dem Smartphone findet Ihr HIER.

Wir waren im letzten Jahr bereits sehr angetan vom Wiko SLIDE, das wir seit Mitte letzten Jahres nutzen. Das neue Wiko Rainbow Up konnte in gleichem Maße überzeugen. Daher erhält es auch vier von fünf Fellnasen mit Tendenz zur Höchstwertung:

Rate_4 (Mobile)

 

 

 

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5 Antworten

  1. Alexej (*゚▽゚)ノ sagt:

    Ich selbst habe das Wiko Rainbow Up und bin sehr zufrieden! Es läuft komplett bagfrei und dazu der kleine Preis 😀 Ich würde es empfehlen

  2. testexemplar sagt:

    Ein wirklich schickes Gerät.
    Ich hatte mich dafür auch beworben aber wie auch beim ersten Wiko Tests eine Absage bekommen und mir wurde gesagt das man als Testblog keine Chancen hat 😉
    Naja was jetzt mit HAllimash ist weiß man ja auch nich.
    Liebe Grüße Marie

  3. Huhu,

    Also diese Marke ist mir absolut neu und hab es auch noch nie irgendwo erblickt. An und für sich hört sich das wirklich toll an, wobei ich richtig von diesem günstigen Preis begeistert bin. Für normal erwartet man für ein so günstiges Smartphone, einen Sch*** 😉
    Trotzdem würde ich niemals von meinem Samsung wegkommen 🙂

    Liebe Grüße,
    Mel

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