Teufel Cinebar 11 im Test

Teufel Cinebar 11 (7)

In den letzten Wochen durften wir die Teufel Cinebar 11 testen und auf Herz & Nieren prüfen. Sie wurde uns für den Testzeitraum kostenlos von Lautsprecher Teufel zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang der Teufel Cinebar 11:

  • 1 x Soundbar Teufel Cinebar 11
  • 1 x Fernbedienung CB 11 RC
  • 1 x Aktiv-Subwoofer CB 11 SW

 

Allgemeine Beschreibung der Teufel Cinebar 11:

Die Teufel Cinebar 11 ist ein Lautsprecher-Set, speziell für Flachbildschirme wie LCD, LED oder Plasma-TV. Sie wurde dafür entwickelt, die einfachen und oft schrecklich klingenden eingebauten Lautsprecher der Fernsehgeräte zu ersetzen.

Teufel Cinebar 11 (5)Die Teufel Cinebar 11 hat im eigentlichen Gehäuse acht Lautsprecher verbaut:

  • Zwei Hochton-Lautsprecher
  • sechs Breitband-Lautsprecher

Zusätzlich wird ein kabelloser Aktiv-Subwoofer mitgeliefert.

Es sind folgende Anschlüsse vorhanden:

  • 1x HDMI
  • 1x optisch digitaler Eingang
  • 1x Stereo 3,5mm Klinke analog
  • Bluetooth-Schnittstelle mit NFC-Unterstützung

Ausgangstechnisch besteht nur die Möglichkeit das digitale HDMI-Signal vom Eingang zum TV weiterzugeben, ist der TV jedoch HDMI ARC-tauglich, wird automatisch der Ton vom Fernsehgerät auf die Cinebar geschaltet.

 

Datenblatt-Angaben (laut Hersteller):

Teufel Cinebar 11:

  • Teufel Cinebar 11Abmessungen: 95,00 cm (B) x 5,40 cm (H) x 7,00 cm (T)
  • Gewicht: 1,78 kg
  • Dauerbelastbarkeit (IEC – Long Term): 25 Watt
  • Maximaler Schalldruck: 96 dB/1m
  • Frequenzbereich von/bis 200 – 20000 Hz
  • Trennfrequenz interne Weiche: 3000 Hz
  • Hochtöner (Anzahl pro Box): 2
  • Hochtöner (Durchmesser): 20,00 mm
  • Hochtöner (Material) Zellulose, beschichtet
  • Mitteltöner (Anzahl pro Box): 6
  • Mitteltöner (Durchmesser): 44,00 mm
  • Mitteltöner (Material) Zellulose, beschichtet
  • Akustisches Prinzip 2-Wege-System
  • Gehäuseaufbau: geschlossen
  • Gehäuseoberfläche: Lack, matt
  • Netto-Innen-Volumen: 1,20 Liter
  • Standfuß integriert: Ja
  • Schlüssellochaufhängung: Ja
  • Magnetische Abschirmung: Ja

Subwoofer CB 11 SW:

  • Teufel Cinebar 11 (12)Abmessungen: 42,00 cm (H) x 18,40 cm (B) x 32 cm (T)
  • Gewicht: 6,75 kg
  • Ausgangsleistung „Sinus“: 60 Watt
  • Maximaler Schalldruck: 102 dB/1m
  • Frequenzbereich von/bis 42 – 200 Hz
  • Trennfrequenz interne Weiche: 42 Hz
  • Tieftöner (Anzahl pro Box): 1
  • Tieftöner (Durchmesser): 165,00 mm
  • Tieftöner (Material): Zellulose, beschichtet
  • Gehäuseaufbau: Bassreflex
  • Gehäusematerial: MDF
  • Gehäuseoberfläche Folie, matt
  • Ausgleichsöffnungen: 1
  • Ausgleichsöffnung (Position): Front
  • Netto-Innen-Volumen: 16 Liter
  • Standfuß integriert: Ja
  • Durchm. Standfußbefestigung: 6,00 mm
  • Magnetische Abschirmung: Ja

UVP: EUR 399,99

Weitere Infos zur Teufel Cinebar 11 erhaltet Ihr HIER.

 

Aufbau der Teufel Cinebar 11:

Nach dem Auspacken der zwei Kartons kamen die zwei wirklich hochwertig erscheinenden Lautsprecher zum Vorschein. Sie sind sehr robust und massiv konstruiert, so wie wir es von Teufel kennen.

Teufel Cinebar 11 (13)An der Soundbar ist direkt die Möglichkeit auffällig, diese an der Wand befestigen zu können. Dazu müssen im Mauerwerk mit Dübeln, in einem bestimmten Abstand, zwei passende Schrauben angebracht werden, auf die dann die Cinebar 11 gesetzt werden kann. Eine eventuelle Montageplatte wäre ganz nett gewesen, da mit dieser Montageweise keinerlei Fehler verziehen werden können (z.B. Schraube 3 mm zu weit rechts).

Zusätzlich fallen aus den Kartons die Anleitungen, Stromkabel, Fernbedienung, Batterien dafür und ein kleines Teufel-Logo. Zu dem letzten Teil später mehr.

Die Fernbedienung ist recht klein und einfach gehalten. Vielleicht etwas zu einfach von der Optik. Diese will irgendwie überhaupt nicht mit dem Teufel Cinebar 11-Design überhaupt harmonieren.

Wäre darauf nicht das Teufel-Logo aufgedruckt, würde man sie für eine Fernbedienung einer billigen Stereoanlage halten. So etwas ist dann doch irgendwie schade. Also schnell Batterien rein und die Anlage mal probeweise auf dem Tisch aufgebaut. Den Netzstecker eingesteckt und mit der Steckdose verbunden. Dann schnell die Anleitung geschnappt und überflogen. Das erste was gemacht werden muss, ist, die Cinebar mit dem Subwoofer zu verbinden. Dazu die Synchonisierungsprozedur nach Anleitung abgearbeitet und nach nicht einmal 15 Sekunden waren beide Geräte miteinander verbunden und betriebsbereit.

 

Die ersten Töne aus der Anlage:

Da uns persönlich das NFC-Kopplungssystem wirklich interessierte, haben wir diesen Punkt direkt als Erstes ausprobiert. Dieses soll so funktionieren:

1. Dein Smartphone oder Tablet ist NFC-fähig (leider immer noch nicht Standard)
2. Halte das Gerät, im angeschalteten Zustand, an die Stelle auf der Cinebar 11, wo der Aufdruck „NFC“ zu sehen ist
3. Das Smartphone/Tablet verbindet sich automatisch über Bluetooth mit der Cinebar 11 und ist abspielbereit

Klingt einfach, also wird es ausprobiert!

Teufel Cinebar 11 (20)Das Handy auf die Teufel Cinebar halten und es macht „badoing“. Die Meldung im Display zeigt eindeutig „Verbunden mit CINEBAR 11“! Sehr schön, und wie ist der Klang? Spotify wurde gestartet und am Smartphone die Lautstärke heraufgeregelt. Dann die Fernbedienung der Cinebar geschnappt und auf eine angenehme Lautstärke eingestellt.

Es ist schon überraschend, welch voluminöses Klangbild doch über Bluetooth von der Teufel Cinebar 11 mit dem Subwoofer dargestellt wird.

Man sollte jedoch wissen, dass Bluetooth immer ein wenig die Audiosignale komprimiert, um die Datenmengen vernünftig übertragen zu können.

Jedoch ist der Verlust an Brillanz und Tiefe nicht so exorbitant wie es sich im ersten Moment vielleicht hier liest. Jedenfalls sind wir schon recht angetan. Oder!? Was ist das? In dem Moment, in dem die Wiedergabe pausiert, vernimmt man ein leises Rauschen aus den Mittelton-Lautsprechern. Kommt uns das nur bekannt vor oder hatten wir das nicht schon einmal? Das war doch mit dem BT Bamster von Teufel ähnlich. Scheinbar wird das selbe BT-Modul verwendet. Nun ja, schade, aber das soll uns nicht weiter stören. Das Rauschen ist ja nicht wirklich laut. Bei einem Anruf auf dem Handy trennt sich die Teufel Cinebar 11 im Übrigen schnell vom Handy, um das Gespräch nicht über die Lautsprecher wiederzugeben.

 

Tiefergehende Tests mit der Teufel Cinebar 11:

Nach dem fliegenden Aufbau auf dem Esszimmertisch wurde die Anlage über HDMI an den Fernseher (Samsung Serie 5) angeschlossen und davor aufgestellt. Der Subwoofer wurde im Zimmer versteckt in einer Ecke neben der Couch aufgestellt, da man ja bekanntermaßen tiefe Töne nicht genau orten kann und somit der Aufstellort gerne auch etwas dezenter/versteckter sein darf.

Teufel Cinebar 11 (10)Die räumliche Distanz zwischen der Teufel Cinebar 11 und dem Subwoofer waren 5 Meter. Die Funkverbindung zwischen beiden Geräten war stabil sowie unterbrechungsfrei. Und das trotz des Feuerwehrhauptquatiers mit ihren Funkanlagen nebenan und massig Nachbarn mit WLAN und Schnurlostelefonen. Sehr löblich und erfreulich.

Dann wurde der Fernseher eingeschaltet und wirklich nur Sekundenbruchteile später schaltete sich die Teufel Cinebar 11 selbsttätig dazu. Sie gab dem Fernsehgerät die Anweisung, die eingebauten Lautsprecher zu deaktivieren und den Ton an die Cinebar zu übergeben. Eine wirklich sehr komfortable Lösung.

Dies funktioniert jedoch nur, wenn alle Zuspieler (TV, Bluray, Spielekonsolen, etc.) das HDMI-CEC und ARC-Protokoll unterstützen. Gerade mit dem Letzteren konnte unser Blaupunkt-Fernseher im Schlafzimmer nicht dienen und die automatische Einrichtung des Tons über die Teufel Cinebar 11 war nicht möglich. Das musste dort noch per Hand umgesetzt werden. Dies ist jedoch nicht dramatisch, da ja der TV im Wohnzimmer alle Vorgaben unterstützt und die Cinebar dort auch final getestet werden sollte.

Der Ton wurde sehr klar und deutlich wiedergegeben. Der Subwoofer macht seine Arbeit sehr dezent und unaufgeregt im Hintergrund. Das ist sehr angenehm, gerade bei Unterhaltungssendungen. Die Sprachverständlichkeit ist unserer Ansicht nach eine der Top-Faktoren, gerade bei Anlagen, die zusammen mit dem Fernseher betrieben werden.

Teufel Cinebar 11 (8)Der Pegel des Subwoofers kann über die Fernbedienung noch in gewissem Rahmen verändert werden. Bei maximalem Pegel jedoch und zusätzlich hoher Lautstärke bei bassintensiven Filmszenen kann der Subwoofer an seine Grenzen geraten. So werden die tiefen Passagen doch etwas zu heftig dargestellt und der Subwoofer neigt zum Dröhnen. Solch hohe Lautstärken wird aber der „Otto-Normal-Verbraucher“ eher selten hören – außer man hat extrem tolerante Nachbarn und das Hörgerät vergessen einzuschalten.

In leisen Passagen ist das Set recht präzise, wobei uns persönlich die mittleren Töne ein klitzeklein wenig zu dominant erscheinen. Das ist aber Geschmackssache und muss jeder für sich selber entscheiden. Zudem sind gerade die mittleren Tonbereiche für die gute Verständlichkeit von Sprache nötig.

Insgesamt klingt die Teufel Cinebar 11 sehr ausgewogen und angenehm. Die Surroundfunktion soll ein „virtuelles Surround“ bei diesem 2.1-System erzeugen. Das Resultat, wenn diese Funktion aktiviert ist, ist schon erstaunlich. Der Klang wirkt viel räumlicher und scheint wirklich aus verschiedenen Richtungen zu kommen. Gerade bei gut abgemischten Blurays und DVDs ist dieser Effekt sehr deutlich.

Jedoch muss eingeschränkt gesagt werden, dass die Präzision bei der Darstellung von Toneffekten nicht ganz die Wirkung einer 5.1 oder gar 7.1-Anlage erreicht. Da ist unsere 5.1-Anlage im Wohnzimmer doch noch etwas exakter. Da aber gerade diese 5.1-Anlagen oftmals sehr viel Platz in Anspruch nehmen oder die Räumlichkeiten einfach solch eine Installation nicht erlauben, ist die Cinebar 11 ein dankbarer und guter Kompromiss zwischen blechernem, dünnen TV-Ton und einer 5.1-Anlage.

Teufel Cinebar 11 (4)Wo viel Licht ist, ist auch Schatten… So sagt der Volksmund und so ist es leider hier auch. Wenn am Fernsehgerät die Kanäle gewechselt werden, oder die Signalquelle umgeschalten wird, so ist ein leises Knacken aus den Lautsprechern zu hören. Nicht wirklich laut, aber vernehmbar. Jetzt wissen wir nur nicht, ob es in unserem Fall einfach eine unglückliche Kombination von Unterhaltungsgeräten ist, oder ob das ein generelles Phänomen bei der Teufel Cinebar 11 ist. Jedenfalls stört uns das nicht wirklich.

Eine wirkliche Enttäuschung ist jedoch die Fernbedienung. Sie hat leider einen sehr beschränkten Senderadius und Reichweite. Gerade eine Fernbedienung sollte doch ihrem Namen alle Ehre machen und wirklich ohne Verrenkungen zum Gerät hin von der Couch aus nutzbar sein. Leider ist das hier nicht so ganz der Fall. Neue Batterien brachten in diesem Fall auch keine Änderung des Umstands. Sehr schade. Aber genau diesen Effekt kennt man auch von anderen Herstellern und wundert sich. Warum ist das so und warum wird das so gelassen?

Grundlegend ist aber die Menüstruktur einwandfrei und einfach gehalten. Nach einem einmaligen Durchlesen der Anleitung kann man jedem auf die Schnelle die Funktionen erklären und beschriftungstechnisch gibt es auch nichts zu bemängeln. Alles ist eindeutig und verständlich gehalten.

Achso, das einzelne lose verpackte kleine Teufel-Logo aus dem Beginn dieses Textes stellte sich als Logo für den Subwoofer heraus. Diese Logo ist magnetisch und je nach Aufstellweise (stehend oder liegend) kann das Logo passend an der Frontseite platziert werden. Sehr clever gelöst!

 

FAZIT Teufel Cinebar 11:

Im Grunde ist die Teufel Cinebar 11 ein gelungenes System, um platzsparend und einfach den Ton des Fernsehgerätes zu verbessern. Die einfache Handhabung und der ausgewogene Klang machen dieses Set zu einem gelungenen Auftritt der Marke Teufel im Bereich der Soundbars.

Teufel Cinebar 11 (13)Gerade die deutliche und präzise Stimmenwiedergabe sind hervorzuheben. Die Bluetooth-Schnittstelle mit NFC-Synchonisation ist ein cooles und wirklich einfach nutzbares Extra, was den positiven Gesamteindruck verstärkt.

Jedoch sind einzelne kleine Details etwas zu bemängeln. Die Montagepunkte für die Wandmontage der Teufel Cinebar 11, die wirklich nicht optimale Fernbedienung oder das Rauschen im Bluetooth-Betrieb sorgen für einen kleinen Kratzer am glänzenden Gesamteindruck des Geräts.

Insgesamt sind wir jedoch sehr zufrieden mit dem Gerät und können sie jedem empfehlen, der platzsparend satten „Kinosound“ haben möchte und genug von den blechernd klingenden Lautsprechern seines Fernsehers hat. Ferner überzeugt die Teufel Cinebar 11 durch ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Auf Grund des Punktabzugs wegen der kleineren Mängel erhält die Teufel Cinebar 11 von uns vier von fünf Fellnasen mit einer nach oben gerichteten Tendenz:

Rate_4 (Mobile)

 

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4 Antworten

  1. Uwe Plicht sagt:

    Hallo zusammen
    ich lese immer etwas knackst , wann tritt das auf ? Beim ganz normalen Film anschauen
    oder beim Umschalten von Sendern.
    Uwe

    • eicke1978 sagt:

      Hallo Uwe,

      also bei unserem Test kam das „Knacken“ nur vor, wenn die Tonquelle gewechselt wurde oder sich das Tonformat änderte. Im „laufenden Betrieb“ war der Ton einwandfrei.

      LG,
      Max

  2. Vera sagt:

    Wir haben damals zwischen Teufel und Bose überlegt und haben uns für Bose entschieden. Toller Sound den wir nur leider nicht so richtig usreizen können, da unter uns noch jemand wohnt. 😉

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