Prager Impressionen & James House Prag
Einige dürften mitbekommen haben, dass wir in den letzten Tagen einen Kurztrip in die wunderschöne Stadt Prag gemacht haben. Nachdem wir im letzten Jahr zum ersten Mal in der „Goldenen Stadt“ an der Moldau waren, zog es uns auch dieses Jahr nochmals in die tschechische Hauptstadt. Diesmal in Begleitung meiner „Schwiegermutter“, der wir zusammen mit Max Geschwistern den Kurztrip zum Geburtstag geschenkt hatten.

Nachdem wir eingecheckt hatten, machten wir uns direkt auf den ersten Erkundungstrip. Da wir bereits im letzten Jahr in der Stadt waren, kannten wir bereits einige sehenswerte Punkte in der Stadt, entdeckten aber mit Max Mutter auch einige neue Ecken, die wir im letzten Jahr nicht erkundet hatten.
Wir steuerten auch direkt auf die Karlsbrücke als Startpunkt für unsere Tour zu. Es ist einfach unfassbar, was für Menschenmassen auch innerhalb der Woche in Prag unterwegs sind.
Die Touristen kommen aus aller Herren Länder, wobei man vor allem viele Chinesen und unglaublich viele Deutsche, insbesondere Schulklassen auf Studienfahrt, wahrnahm.

Ferner kann man von den Cafes auch direkt an das Ufer der Moldau gehen und hat so einen fantastischen Blick auf die andere Uferseite. Auf der Kleinseite (Malá Strana) befinden sich zudem unglaublich viele alte, wunderschöne Gebäude, in denen sich teilweise auch noch kleine Läden mit Kunsthandwerk und vor allem „Böhmischen Kristall“ befinden. Über der Kleinseite thront auf dem Berg Hradschin die Prager Burg, das größte geschlossene Burgareal der Welt. Dort befindet sich unter anderem auch der neue Königspalast, die Gartenanlagen und der St. Veits Dom.

Selbst wenn viele Menschen unterwegs sind, sind die Gärten eine Oase der Ruhe, man hat das Gefühl, als würde die Zeit in den Gärten langsamer laufen.
Innerhalb der Burganlage befinden sich verschiedene Museen und Cafes. Vor allem das kleine Spielzeugmuseum innerhalb eines Turms der Anlage können wir empfehlen. Die Spielzeuge aus mehreren Jahrhunderten werden immer thematisch passend präsentiert und alle Infotafeln bieten die Texte auch in deutscher Sprache an. Was wir jedoch auf keinen Fall empfehlen können, ist sich in einem der Cafes und Restaurants auszuruhen… die Preise sind unglaublich gesalzen.

Ebenso haben wir uns den Veits-Dom nicht von innen angeschaut, da dort Menschenschlangen stehen, die kaum überschaubar sind und man teilweise eine Stunde Wartezeit einrechnen muss, um den Dom betreten zu können.
Von außen ist der gotische Dom aber unglaublich imposant und es lohnt sich, alle Mal den Hradschin zu erklimmen und die Burganlage zu besichtigen. Auch der Vorplatz der Burganlage und die kleinen, süßen Gässchen bieten sich an, erkundet zu werden.

Zudem sind in diesem Cafe die Preise überraschenderweise nicht so überteuert.
Daher wir empfehlen wir, dort eine Pause einzulegen und einen Kaffee zu trinken sowie einen Apfelstrudel zu essen.
Wenn man diesen Abstieg gewählt hat, empfehlen wir, wieder zur Karlsbrücke zu gehen und dort die Moldau zur Altstadt zu überqueren. Die Karlsbrücke – so sagt man sich – war Frontlinie im Dreißigjährigen Krieg.

Wenn man dachte, dass auf der Kleinseite schon viele Menschen unterwegs waren, so wird man überrascht sein, welche Menschenmassen in der Altstadt unterwegs sind. Die Altstadt ist aber auch ob ihrer Vielzahl an historischen Gebäuden unglaublich sehenswert, so dass man das Gedränge gerne in Kauf nimmt.
Was jedoch ganz besonders nervt sind die Thai-Massage-Läden, die sich gefühlt alle 50 Meter befinden und die Promoter der Restaurants, die einen in selbige leiten sollen.
Wer aber gerne eine mittelalterliche Stadt mit vielen historischen Originalhäusern und kleinen Gässchen sehen und erkunden möchte, der wird die Prager Altstadt lieben. Besonders sehenswert sind auch der Altstädter Ring bzw. Altstädter Markt, der sich an das alte Rathaus mit der atronomischen Aposteluhr anschließt. Auf diesem riesigen Platz befinden sich eigentlich immer Musiker, Pantomimen und andere Künstler, die Ihr Können unter Beweis stellen. Eine ganz wundervolle Atmosphäre.

Lässt man den Altstädter Ring hinter sich, so gelangt man durch ein weiteres Tor zum Platz der Republik, an dem sich u.a. das Staatstheater befindet. Dieser Platz bildet den Übergang von der Alt- zur Neustadt. Hier können wir ganz besonders einen kleinen Kunsthandwerkmarkt empfehlen, auf dem man tschechische Spezialitäten oder auch sehr günstig handgemachtes Holzspielzeug kaufen kann. Im letzten Jahr hatten wir dort bspw. eine Schnullerkette mit dem Maulwurf und einen schwebenden Pelikan für Krümel gakuft und zahlten für beides zusammen gerade einmal umgerechnet ca. EUR 15,00.

Außerdem müsst Ihr unbedingt die süße Spezialität Trdelnik probieren, die an jeder Ecke feilgeboten wird. Es handelt sich hierbei um eine über Feuer gebackene hohle Teigrolle mit Zimt und Zucker, die innen bspw. mit Schokolade bestrichen wird. LECKER, aber auch mächtig.
Wir haben uns jedenfalls unglaublich in diese Stadt verliebt und werden bestimmt auch im nächsten Jahr wieder einen Abstecher in die „Goldene Stadt“ machen.
Max Mutter war so begeistert von Prag, dass sie jetzt schon überlegt, mit wem sie alles Ausflüge in die Stadt unternehmen möchte.
TIPP: Wenn Ihr mit dem Auto nach Prag fahrt, lasst Euch vom Hotel einen Parkausweis geben. Dieser berechtigt Euch, überall dort zu parken, wo die Parkbuchten oder Bordsteine blau markiert sind. Wir mussten für den Ausweis EUR 25,00 pro Tag zahlen.
Gastronomische Tipps:

Malostransky hostenic am Malostranské námestí:
Dieses Restaurant hat eine sehr gute böhmische Küche und vor allem unglaublich leckere selbstgemachte Limonaden in den Varianten Limone, Ingwer und Gurke. Allesamt superlecker.
Ferner verfügt das Restaurant über Sitzplätze am Platz, in einem Atrium sowie in einem weitläufigen Kellergewölbe, in dem sich mittelalterliche Rüstungen und Waffen befinden.
Ein Glas selbstgemachte Limonade kostet ca. EUR 2,60 (0,45 Liter).
Malostranská beseda am Malostranské námestí:
Dieses Cafe empfehlen wir insbesondere für das selbstgemachte „Housewater Mint“ (Minz-Limetten-Wasser, 0,7 Liter, ca. EUR 3,20) und zum Frühstücken.

Wir hatten bspw. zwei Amerikanische Frühstücke und ein Französisches Frühstück (immer inkl. einem Saft und Kaffee/Tee/Kakao), einer zusätzlichen Latte Macchiato sowie dem Housewater Mint und zahlten zusammen lediglich EUR 25,00.
Fürs Abendessen:

Wer nicht unbedingt böhmische Küche essen muss und Lust auf eine ausgefallene Lokalität hat, der sollte unbedingt das Charleston aufsuchen und dort in den Keller gehen. Es ist unglaublich gemütlich, hat teilweise sehr ausgefallene Gerichte und besteht im Keller aus einem Sammelsurium unterschiedlichster Möbelstücke sowie dicken Teppichen. Ferner spielt im Keller des Charleston jeden Abend ein Pianist live.
Wie wir nach unserem Besuch des Restaurants feststellten, sprechen die Bedienungen dort Tschechisch, Englisch und auch Deutsch. Das Essen ist unglaublich lecker, wie auch die hausgemachte Limonade. Wir wahren dort bereits im letzten Jahr und haben auch in diesem Jahr Max Mutter ins Charleston ausgeführt.

Alle drei Gerichte waren unglaublich lecker und auch sehr groß. Für die drei Hauptgerichte, drei Limonaden und einen Apfelstrudel als Dessert bezahlten wir zusammen umgerechnet EUR 36,00.
Für uns ist das Charleston ein absolutes Muss, wenn wir in Prag sind: leckeres Essen, große Portionen, kleines Preise und eine unübertroffene Atmosphäre!
Hinweis: In den meisten Restaurants und Cafes sind Service und Trinkgeld nicht in der Endsumme enthalten, so dass man noch einmal zwischen 10 % bis 20 % dazurechnen sollte, je nachdem, wie der Service war.
Das James House Prag
Wir eingangs bereits erwähnt, nächtigten wir in einer Suite des James House Prag auf der Kleinseite. Das Haus ist sehr zentral gelegen, unweit der Karlsbrücke und des sog. Prager Eiffelturms. Die Suiten sind noch sehr neu und das Haus befindet sich partiell auch noch in der Umgestaltung.

Davon machten wir jedoch keinen Gebrauch, da uns zum einen die Auswahl nicht zusagte und zum anderen ein Mindestbestellwert von 500 Kronen erreicht werden musste, ca. EUR 20,00.
Da die Preise jedoch sehr gesalzen waren und fürs Frühstück eigentlich nur fertig belegt Baguettes angeboten wurden, entschieden wir uns dagegen und nahmen unser Frühstück lieber im Malostranská beseda am Malostranské námestí zu uns.

Die gesamte Suite ist sehr ansprechend möbliert und umfasst eine Fläche von 83 qm.
Man kann dort mit bis zu sechs Personen nächtigen, wenn man auch die Schlafcouch nutzt. Die Nacht kostete EUR 177,20 zzgl. EUR 25,00 für den Parkausweis.

Dennoch haben wir auch ein paar Kritikpunkte: uns fehlte ein Kühlschrank in der Suite und im Gäste-WC gab es weder Handtücher noch Haken o.ä., um diese aufhängen zu können. Das Personal war scheinbar noch etwas überfordert, da es zum Zeitpunkt unserer Anreise nicht so freundlich war, wie wir erwartet hatten. Dies legte sich jedoch am zweiten Tag.
Beim James House handelt es sich um eine Nichtraucher-Unterkunft. Für die Raucher befindet sich jedoch auf jeder „Halbetage“ vom Treppenhaus abgehend ein kleiner Raucherbalkon.
Man muss die Zimmer bis 12:00 Uhr geräumt haben, hat aber die Möglichkeit, das Gepäck einschließen zu lassen, bis man auch wirklich abreisen möchte.
Da sich an dem Hotel auch eine Einfahrt zu einer Garage befindet und im Vorderbereich des Hauses an einer Gastronomie gearbeitet wurde, gehen wir davon aus, dass man zukünftig auch in dem Haus parken und frühstücken kann.
Ob der Tatsache, dass das James House noch komplett neu ist, und sich noch ein paar Dinge einspielen müssen, und ob der guten Lage und tollen Suiten und exzellenter Ausstattung erhält das James House von uns vier von fünf Fellnasen:




danke für die tollen impressionen. ich liebe prag, das ist so eine wundervolle, kulturell vollgestopfte stadt 🙂
liebe gruesse!
Hey Jenny,
yepp, wir sind auch total verliebt in diese Stadt.
LG,
Danny
Prag ist eine Traumata, ich habe da auch schon drüber gebloggt. Sehr schöner Bericht mit vielen tollen Fotos! LG Antje
Oh, ich liebe die Autokorrektur! Traumstadt natürlich, nicht Traumata
hehe, das Problem mit der Autokorrektrur kennen wir auch 🙂
Hey Antje,
wir lieben die Stadt auch total. Einfach wunderschön und unglaublich viel zu entdecken. Danke für das Lob für Bericht und Fotos.
LG,
Danny